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Stmk: 140 Jahre Feuerwehr St. Stefan ob Leoben

St. Stefan ob Leoben (Stmk): Anlässlich des 140-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr St. Stefan ob Leoben wurde der Bevölkerung am 3. Mai 2014 ein abwechslungsreiches und interessantes Festprogramm für Jung und Alt geboten.

Nach der traditionellen Florianimesse in der Pfarrkirche St. Stefan, mit der der Schutzpatron der Florianijünger, der heilige Florian, gewürdigt wird, zogen die Kameraden weiter zum Rüsthaus der FF St. Stefan um das 140-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr St. Stefan ob Leoben in einem angemessenen Rahmen zu zelebrieren.

In wochenlanger Vorbereitung wurde ein Unterhaltungsprogramm mit verschiedenen Aktivitäten und musikalischer Umrahmung durch den Musikverein St. Stefan ob Leoben und der Musikgruppe FNS von den Kameraden der FF St. Stefan ob Leoben auf die Beine gestellt, das zahlreiche Besucher in das örtliche Rüsthaus führte.

Auch den jüngeren Gästen wurde versucht ein interessantes Programm zu bieten. Neben einer Drehleiter-Hüpfburg und der Möglichkeit sich Schminken zu lassen, wurden auch verschiedene Quizspiele durchgeführt, bei denen beispielsweise die verschiedenen Notrufnummern der Einsatzorganisationen abgefragt wurden. Als Belohnung konnten die Kinder kleine Preise gewinnen.

Allgemein bemühte man sich, die anwesenden Gäste in die Aktivitäten soweit als möglich aktiv einzubinden, um einen möglichst realitätsnahen Einblick in das Leben einer Feuerwehrfrau bzw. eines Feuerwehrmannes zu bekommen. Bei einer Fahrzeug- und Geräteschau wurde das Vorgehen bei einem Verkehrsunfall demonstriert. Neben informativen Erklärungen der einzelnen Arbeitsschritte wurde den Anwesenden auch die Möglichkeit geboten, die notwendigen Gerätschaften selbst in die Hand zu nehmen und diese unter Anleitung und Aufsicht selbst auszuprobieren. Anderenorts wurde gleichzeitig eine Führung in einem mit ungiftigem Disconebel verrauchten Raum durchgeführt, um den Teilnehmern den Eindruck zu verschaffen, wie sich ein Einsatz aus der Sicht eines Atemschutzgeräteträgers gestaltet. Bei einer Abseilübung wurden den Zuschauern verschiedene Techniken und Hilfsmittel nähergebracht, mit denen sich die Kameraden im Einsatzfall selbst, bzw. verletzte Personen von Höhen abseilen können.

Zusätzlich wurde den Gästen die Möglichkeit geboten, die Festivitäten aus der Vogelperspektive zu betrachten. Hierzu wurden von der Firma „Flymed“, die sonst, während der Wintersaison, ihren Dienst als Notarzt-Helikopter am Nassfeld in Kärnten verrichtet, Rundflüge mit einem Helikopter über St. Stefan und die angrenzenden Gemeinden durchgeführt.

Parallel zu den Festivitäten wurden Branddienstleistungsprüfungen in den Stufen Bronze,Silber und Gold durchgeführt, deren Herausforderung sich insgesamt fünf Gruppen der Freiwilligen Feuerwehren, Gai, Leoben-Stadt und Leoben-Göss stellten.

Ein Highlight für viele Anwesende stellte allerdings der durchgeführte „Retro-Löschangriff“ dar. Hierzu wurde mit einer zuvor in mühevoller Kleinarbeit restaurierten und somit voll funktionsfähigen Handdruckspritze, die im Jahr 1905 in der Feuerwehr St. Stefan in den Dienst gestellt wurde, ein Löschangriff, wie es damals üblich war, durchgeführt.

Wiederum wurde die anwesenden Bevölkerung St. Stefans aktiv mit eingebunden, da zur Wasserversorgung der Pumpe eine Menschenkette notwendig war, die mit Eimern das Gerät von der nächstgelegenen Wasserstelle aus mit Wasser versorgten. Außerdem wurde jedem die Möglichkeit geboten, das Bedienen der Handdruckspritze selbst auszuprobieren.
Da die Veranstaltung durch die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste und der Bevölkerung der Gemeinde St. Stefans einen würdigen Rahmen darstellte, nutzen die Kommandanten HBI Eberhard Hochstaffl und Kommandant der benachbarten Feuerwehr Kaisersberg, HBI Johann Achamer, die Gelegenheit um Kameraden für ihre Verdienste zu befördern bzw. zu ehren.

Um die Freude über so ein Jubiläum auch ein wenig mit anderen Menschen zu teilen, wurde vom Ausschuss der Feuerwehr St. Stefan beschlossen, den Eltern des kleinen, beeinträchtigten Tobias mit einer Geldspende für die notwendigen und kostspieligen Therapien unter die Arme zu greifen. Gemeinsam mit der Raiffeisenbank St. Stefan und deren Mitarbeiter konnten die Florianijünger einen Geldbetrag von 2.750 Euro zur Verfügung stellen und den Eltern im Zuge der Feierlichkeiten übergeben.

Bereichsfeuerwehrverband Leoben

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