Stmk: Mehrere Personen aus verrauchten Wohnungen gerettet
Graz (Stmk): Die Berufsfeuerwehr Graz wurde am Freitag den 13. Juni 2014 um 4.54 Uhr zu einem Zimmerbrand in die Hermann Löns Gasse im Bezirk Graz-Gries alarmiert.
In einer Wohnung im 2. Obergeschoß eines Mehrparteienhauses ist es im Bereich der Küche zu einem Brand gekommen. Der Mieter der Wohnung hatte den E-Herd eingeschaltet lassen und ist nochmals schlafen gegangen.

Durch die Überhitzung kam es zu einem Brand, der auf die gesamte Einrichtung der Wohnküche übergriff. Die Hitzeentwicklung war so enorm (ca. 600 Grad Celsius), dass es zu Abplatzungen der Zimmerdecke gekommen ist und dadurch auch zahlreiche Elektrogeräte schwer beschädigt wurden. Der hochgiftige Brandrauch breitete sich außerdem auf das Stiegenhaus sowie in darüber liegende Wohnungen aus. Dies bemerkte ein weiterer Hausbewohner, der den Mieter der Brandwohnung aufweckte und mittels Handfeuerlöscher den Brand in der Wohnküche bis zum Eintreffen der BF Graz bekämpfte.

Die Berufsfeuerwehr Graz musste zwei Personen aus deren – verrauchten – Wohnungen retten. Diese wurden dem Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK) zur weiteren Versorgung übergeben. Im Innenangriff wurde der Brand unter schwerem Atemschutz rasch unter Kontrolle gebracht. Die Wohnung sowie das Stiegenhaus waren sehr stark verraucht und wurden mittels Hochleistungslüfter rauchfrei gemacht. Der entstandene Schaden wird auf ca. € 30.000,- geschätzt. Der Wohnungsmieter wurde mit einer Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht.
Die Berufsfeuerwehr Graz stand unter der Einsatzleitung von Oberbrandrat Ing. Dieter Pilat mit fünf Fahrzeugen und 21 Mann im Einsatz. Neben der Berufsfeuerwehr Graz standen auch das Österreichische Rote Kreuz und die Polizei im Einsatz.
Einsatzleiter Oberbrandrat Ing. Dieter Pilat: „Durch aufmerksame Nachbarn, die die Einsatzkräfte verständigten, konnte hier eine menschliche Katastrophe verhindert werden. Hätten diese nicht so schnell und vorbildlich reagiert, hätte es sicher Todesopfer gegeben! Aber auch ein Heimrauchmelder um läppische € 20,- hätte hier rasch den betroffenen Mieter alarmiert!“
