Tirol: Großbrand im Olympischen Dorf in Innsbruck
Innsbruck (Tirol): Im Olympischen Dorf in Innsbruck ist Sonntagabend, 20. Juli 2014, ein Brand am Dachstuhl eines Hochhauses ausgebrochen. Aufgrund der Hitze sind drei Gasflaschen explodiert. Das Gebäude musste evakuiert werden. Rund 20 Personen wurden leicht verletzt.
Riesige Rauchschwaden zogen Sonntagnacht über Innsbruck, Sirenengeheul, Dutzende Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht waren unterwegs, und dazwischen gab es drei weit hör- und sichtbare Explosionen. Der benachbarten Bevölkerung wurde empfohlen, wegen der starken Rauchentwicklung die Fenster zu schließen. Die ganze Nacht dauerten die Löscharbeiten an, nach wie vor kann nicht „Brand aus“ gegeben werden. Das Feuer ist zwar unter Kontrolle, die Einsatzkräfte sind aber mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.
Mehrere Gasflaschen explodiert: Der Brand brach gegen 22.00 Uhr in einem elfstöckigen Hochhaus in der An-der-Lan-Straße aus. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Tatsache ist aber, dass auf dem Dach zahlreiche Rollen Flämmpappe und Gasflaschen gelagert waren. Am Montag sollten dort nämlich Flämmarbeiten durchgeführt werden. Drei der Gasflaschen sind im Zuge des Brandes explodiert. Metallteile wurden rund 150 Meter vom Dach geschleudert. Weitere Gasflaschen konnten im Zuge der Löscharbeiten gesichert werden. Wie gefährlich der Löscheinsatz für die Feuerwehrleute war, zeigen die Schilderungen von Gregor Katschtaler. Er war als einer der ersten Feuerwehrmänner im Bereich des Daches, als die erste Gasflasche explodierte.
Großalarm für Feuerwehr und Rettung: Das gesamte Gebäude musste aufgrund der starken Brand- und Rauchentwicklung rasch evakuiert werden. Die Polizei sperrte den gesamten Einsatzbereich großräumig ab und versuchte mittels Lautsprechern Hunderte, wenn nicht Tausende Schaulustige aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich zu entfernen. Über 300 Feuerwehrleute und Rettungskräfte waren am Sonntagabend im Einsatz.
Notquartier wurden eingerichtet: Für die rund 300 Bewohner des Hochhauses wurden in einer nahe gelegenen Schule und in einem Mehrzweckgebäude Notquartiere eingerichtet. Laut ersten Angaben mussten rund 20 Menschen, darunter auch Schaulustige, mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung von Rettungskräften betreut werden, neun von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Brandermittler des Landeskriminalamtes begannen noch am Abend mit den Ermittlungen.
