Technisch

Stmk: Über 1.000 Feuerwehrleute nach Regenfällen im Einsatz

Steiermark: In den späten Nachmittags- bzw. Abendstunden – wie auch in den Nachtstunden – vom 31. August auf den 1. September 2014 kam es insbesondere in der südlichen und südwestlichen Steiermark (Bezirke Südoststeiermark, Leibnitz) zu sintflutartigen Regenfällen und erhöhtem Einsatzaufkommen.

• Hauptsächlich rück(t)en die Einsatzkräfte aus, um Keller auszupumpen bzw. überflutete Straßen zu sichern. Teilweise sorgten Sturmböen für abgerissene Äste und umgeknickte Bäume, die entfernt werden mussten.


• Aufgrund der derzeitigen Wetterlage (weitere, wenn auch geringere Mengen Niederschlag prognostiziert) ist im Laufe der kommenden Stunden wohl von weiteren Einsatztätigkeiten auszugehen.
• Von gestern Nachmittag bis heute Vormittag wurden ca. 150 Feuerwehren alarmiert. Mehrere Hundert Einsätze mussten/müssen von insgesamt rund 1.000 eingesetzten Feuerwehrmitgliedern abgearbeitet werden.
• Auch im Murtal (Bereich Aichfeld) gab es ein Starkregenereignis, punktuell fielen auch Einsätze im Bezirk Voitsberg und Graz-Umgebung an.


Bezirk Südoststeiermark, BFV Radkersburg
Wegen des Unwetters mit Starkregen und heftigem Sturm kam es Sonntagabend zu zahlreichen Überflutungen.
Einsatzhotspots waren hier u.a. die Gemeinden St. Peter am Ottersbach, Straden, Weinburg und Mettersdorf. Besonders arg traf es St. Peter am Ottersbach, wo zahlreiche Keller unter Wasser standen und mehrere Landesstraßen wegen Überflutungen oder umgestürzter Bäume gesperrt werden mussten.
Zeitgleich standen hier 28 Feuerwehren mit ca. 400 Feuerwehrkräften bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. Ebenso wurde ein Katastrophenhilfsdienst-Zug alarmiert, der sich aus Feuerwehren des Abschnittes Radkersburg zusammensetzt.


Die Aufräum- bzw. Auspumparbeiten sind in St. Peter am Ottersbach und Mettersdorf nach wie vor im Gange. Weiters ist der Saßbach im Raum Misselsdorf heute Vormittag über die Ufer getreten – hier wird von den Einsatzkräften der Feuerwehr zur Stunde eine Sandsackbarriere bei gefährdeten Objekten errichtet.
Während der Nachtstunden mussten 67 Alarmadressen angefahren werden, zum Teil mehrmals.

Bereich Knittelfeld, Bezirk Murtal
Die Folgen eines Gewitters mit Starkregen über dem Aichfeld brachte Sonntagnachmittag über 120 Feuerwehrkräfte gehörig ins Schwitzen. Neben dem Auspumpen von dutzenden vollgelaufenen Kellern, und überschwemmten Unterführungen mussten die Feuerwehren Spielberg, Sachendorf, Knittelfeld, Apfelberg, St. Margarethen, Kobenz und Flatschach ebenso verlegte Verkehrswege frei machen und Sandsäcke stapeln.
Ein „Hotspot“ der Unwettereinsätze war auch in Mitten des Stadtgebietes von Knittelfeld. Durch enorme Regenmengen, die binnen kürzester Zeit niedergingen, trat der Knittelfelder Stadtbach über die Ufer und überflutete eine angrenzende Firma sowie Teile des Busbahnhofes im Zentrum.


Durch den Einsatz von gleich mehreren leistungsstarken Tauch- und Schmutzwasserpumpen konnten Feuerwehren aus Knittelfeld, Apfelberg und St. Margarethen den Wassermassen Einhalt gebieten -> Bericht auf Fireworld.at

Bezirk Leibnitz, BFV Leibnitz
Keller und Straßen wurden binnen kürzester Zeit auch im Bezirk Leibnitz überflutet – 24 Feuerwehren mit über 400 Einsatzkräften und 60 Fahrzeugen standen hier nach heftigen Schauern die ganze Nacht im Einsatz.
Weiters wurden durch den böigen Sturm Dächer abgedeckt, Bäume sind geknickt oder umgestürzt und blieben teilweise auf Stromleitungen liegen.


Bei einem Wohnhaus in Neudorf a. d. M. sorgte ein Blitzschlag für einen Feuerwehreinsatz. Hier konnte durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr das Schlimmste verhindert werden, der Sachschaden ist gering.
Überflutungen gab es auch auf der A9 im Raum Lebring-St. Margarethen und Spielfeld, in Gralla wurden mehrere Geschäftsräume überflutet.
Einige Lenker blieben mit ihren Fahrzeugen in den Schlammmaßen stecken. Die Fahrzeuge wurden von den Feuerwehren wieder flott gemacht.

Landes-Feuerwehrverband Steiermnark

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