Oö. Landes-Wasserwehrleistungsbewerb 2015 in Überackern – Feuerwehren bezwingen Salzach – und umgekehrt

ÜBERACKERN (OÖ): Am 19. und 20. Juni 2015 bezwangen Feuerwehrleute aus Oberösterreich und auch Gäste aus anderen Bundesländern im Zuge des diesjährigen Landes-Wasserwehrleistungsbewerbes in Überackern mit ihren Zillen die strömungsintensive Salzach. In einigen Fällen war es jedoch auch umgekehrt und so manch‘ Zillenfahrer musste sich auch in den kalten Fluten geschlagen geben …

Die Holzzille ist auch in der heutigen, motorisierten Zeit nach wie vor das Transportmittel Nummer 1 im Hochwasserfall. Und wohl nur wenige Feuerwehrleute wären in der Lage, dieses Ding bei Strömung geschickt zu manövrieren, gäbe es den Wasserwehrleistungsbewerb als Anreiz nicht, den Umgang mit diesem Gefährt jährlich zu trainieren.

Kraft, Ausdauer und Geschick
Der Oö. Landes-Wasserwehrleistungsbewerb 2015 machte in Überackern im Bezirk Braunau Station. Im Gegensatz zur meist strömungsfreundlichen Donau wartete die Salzach auf geübte und vor allem auch Zillenfahrer mit Kraft. Von letzterem benötigte es dieses Jahr wieder recht ordentlich, wollte man sich der Naturgewalt erfolg- oder gar siegreich stellen. Neben der Kraft bedarf es jedoch auch Geschick und Timing, um sich von den zahlreichen Mitbewerbern abzuheben. Und von Mitbewerbern gab es genug: In allen Klassen der Wertungen in Bronze und Silber sowie in der Einer-Klasse waren zu Veranstaltungsbeginn mehr als 1.100 Besatzungen eingemeldet.

Salzach bezwingt manche Teams
Die meisten Besatzungen konnten die von der Salzach entgegengebrachten Herausforderungen meisten. Einige jedoch mussten sich – neben Disqualifizierungen, Schlechtpunkten etc. – auch der Strömung oder der Folgen eines  manchem Missgeschick geschlagen geben. Sie nahmen ein unfreiwilliges Bald im kalten Nass. Auch ein Grund, warum das Tragen von Schwimmwesten bei diesem Bewerb obligat ist. Für Notfälle befanden sich im Wasser jedoch auch ausreichend Rettungstrupps in Booten, welche während des gesamten Bewerbes auf der Salzach patrouillierten und mit Tauchern besetzt waren.

Der Bewerb
Eine Zillenbesatzung besteht aus zwei Mann, wobei einer der eigentliche Teilnehmer des Bewerbes darstellt und der andere mehr oder weniger der Helfer ist, obwohl seine Rolle nicht weniger von Bedeutung ist.

Bronze: Gegenwärts (stromaufwärte) schieben –Wendeboje wasserseitig umfahren – Zillenslalom – untere Wendeboje wasserseitig umfahren und bis zum Ziel gegenwärts schieben bzw. rudern.
Silber: Gegenwärts schieben bis zur blauen Fahne – Schwimmholz (stellt Person im Wasser dar) mit aufgestelltem Kranzl fangen – das Richtungstor landseitig an der Schwimmholzzille durchfahren –  Richtungsboje wasserseitig umfahren – untere Wendeboje wasserseitig umfahren und bis zum Ziel gegenwärts schieben bzw. rudern.
Einer (hier befindet sich nur ein Mann/Frau in der Zille – ein Kraft- und Geschicklichkeitsakt):  Gegenwärts schieben bis zur blauen Fahne – Schwimmholz fangen – Richtungsboje wasserseitig umfahren – untere Wendeboje wasserseitig umfahren und bis zum Ziel gegenwärts schieben bzw. rudern.

Die Sieger

Sieger gibt’s aufgrund zahlreicher verschiedener Klassen mehr als nur einen. Geehrt wurden diese im Zuge der Schlussveranstaltung am späten Samstagnachmittag. Die Ergebnisse stehen auf der Webseite des Oö. Landes-Feuerwehrverbandes unter www.ooelfv.at abgerufen werden.

Rückblick auf 2011

Erinnerungen an den WLA-Bewerb Steyrermühl 2011, welcher reich an unfreiwilligen Badegängen war.


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