Nö: Katastrophenschutzübung der Feuerwehr Neulengbach zum Thema “Pölzen”

NEULENGBACH (NÖ): Erdbeben in der nahen Region Alland in der jüngsten Vergangenheit nahmen die Neulengbacher Florianis zum Anlass, eine Ausbildungsserie im Übungsplan zu integrieren. Über die Bühne ging diese Ausbildungseinheit (die erste von zweien, die sich mit dem Thema Pölzen und Stützen beschäftigen) am 07.05.2016 unter einem der Bögen des Neulengbacher Eisenbahnviaduktes.

Um etwaigen Missverständnissen schon im Vorhinein vorzubeugen, sei an dieser Stelle gleich darauf hingewiesen, dass die Übung nie zum Ziel hatte, eine Stützvorrichtung für das Viadukt als solches zu schaffen. Übungsannahme war vielmehr, eine aus welchen Gründen auch immer instabile Hauswand vor dem endgültigen Einstürzen zu bewahren. Der Übungsort unter dem Viadukt wurde schlicht deshalb gewählt, weil Hausmauern, an denen man solche Szenarien ungestört durchspielen kann, in Neulengbach ziemlich rar gesät sind.

Die FF Neulengbach-Stadt wird übrigens zwar nicht gerade regelmäßig, im Schnitt aber immerhin doch alle vier bis fünf Jahre zu einsturzgefährdeten Gebäudewänden bzw. –decken alarmiert. Es zahlt sich also definitiv aus, sich immer einmal wieder mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. In besonderem Maße gilt das natürlich für Feuerwehrmitglieder, die von Berufs wegen eher nicht mit Holz, Hammer und Nägeln in Berührung kommen. Für diese bot sich an diesem Samstag jedenfalls zur Genüge die Möglichkeit, ihre handwerklichen Fertigkeiten aufzubessern, denn Ziel der Übung war es, einen Stützbock aus Holz zurechtzuzimmern, der die "einsturzgefährdete" Wand stützen sollte.

Um den Aufenthalt der arbeitenden Mannschaft im Bereich der "einsturzgefährdeten" Mauer so kurz wie möglich zu halten, wurde diese nach einer theoretischen Einführung durch EBR Köcher in zwei Gruppen aufgeteilt, die jeweils einen Teil des Stützbockes außerhalb des Gefahrenbereichs anzufertigen hatten. Nach Fertigstellung dieser Einzelteile sollten diese dann zur Mauer getragen und dort endmontiert werden.

Der Auftrag der ersten Gruppe bestand nun darin, den am Boden liegenden Teil des Stützbockes zu bauen, während die zweite für den Wandverschlag zuständig war. Nach ihrer Fertigstellung wurden die beiden Elemente dann zur Wand getragen und dort zusammengebaut. Der Stützbock wurde aus übungsökonomischen Gründen (jeder Nagel, der eingeschlagen wird, muss nach der Übung ja auch wieder herausgezogen werden) übrigens nicht bis ins letzte Detail fertiggestellt, d.h. so manches Element, das in der Konstruktion mehrmals in gleicher Form vorkommt, wurde aus Zeitersparnisgründen nur einmal gefertigt.

Nach etwa drei Stunden Arbeit war mit der Übung dann auch schon wieder Schluss und der Stützbock wieder vollständig abgebaut.

Freiw. Feuerwehr Neulengbach

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