D: Wohnung in Velbert durch Feuer zerstört

VELBERT (DEUTSCHLAND): Der Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Heiligenhauser Straße erforderte zu Mittag des 9. Juni 2020 den Einsatz von hauptamtlicher Wache und drei freiwilligen Löschzügen. Als die ersten Kräfte der um 11.57 Uhr alarmierten Einheiten an dem viergeschossigen Gebäude eintrafen, schlugen aus den Fenstern im zweiten Obergeschoss dichter Rauch und Flammen, die auf das Dach überzugreifen drohten.

Eine Mutter mit drei Kindern hatte die betroffene Wohnung bereits verlassen; Polizisten der Velberter Wache, die sich genau auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet, waren bereits dabei, die übrigen Bewohner aus dem Gebäude zu führen. Die Beamten räumten aufgrund der starken Rauchentwicklung außerdem für kurze Zeit den kleinen Wochenmarkt, der auf dem Verbindungsweg zwischen Heiligenhauser Straße und Hardenberger Straße stattfand.

Während sich der Rettungsdienst um die Betreuung der betroffenen Familie kümmerte, drang ein Trupp unter Atemschutz in die Brandwohnung ein und bekämpfte die Flammen mit einem C-Rohr. Ein zweiter Trupp unterstützte die Löscharbeiten über die Drehleiter, während auf der Gebäuderückseite an der Hardenberger Straße die zusätzlich angeforderte Drehleiter aus Heiligenhaus für eine eventuell noch erforderliche Menschenrettung in Stellung gebracht wurde. Außerdem wurde vorsorglich eine Riegelstellung aufgebaut, um eine Ausbreitung des Brandes nach hinten heraus zu verhindern. Dem Trupp im Innern der Wohnung gelang es allerdings innerhalb weniger Minuten, die Flammen im betroffenen Wohnraum unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf weitere Zimmer oder andere Gebäudeteile zu verhindern.

Zu diesem Zeitpunkt war jedoch die Einrichtung in dem Brandraum schon komplett vom Feuer zerstört und die übrigen Räume von Ruß und Rauch derart schwer beaufschlagt worden, dass die Wohnung nicht mehr bewohnbar war. Außerdem war eine Nachbarwohnung auf der gleichen Etage zwar nicht direkt vom Feuer betroffen, der Zugang über den ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogenen Flur aber nicht mehr möglich. Das Ordnungsamt wurde daher hinzugezogen, um sich um die Unterbringung der betroffenen Familien zu kümmern. Die übrigen Hausbewohner konnten, nachdem die Feuerwehr die Wohnungen freimessen hatte, ins Gebäude zurückkehren.

Die Ursache für das Feuer ist derzeit noch nicht bekannt, die Polizei hat den Brandort daher nach Abschluss der Löscharbeiten beschlagnahmt und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Menschen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden, die Höhe des Sachschadens ist noch nicht beziffert. Für die Dauer der Lösch- und Aufräumarbeiten hatte die Polizei die Heiligenhauser Straße in Fahrtrichtung Velbert-Zentrum zwischen den Einmündungen Zur Sonnenblume und Jahnstraße sowie die Hardenberger Straße zwischen den Einmündungen Zur Sonnenblume und Zur Dalbeck komplett gesperrt und den Verkehr entsprechend umgeleitet. Der Einsatz der Feuerwehr war um 14.46 Uhr beendet.

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