Bayern: THW unterstützt Unwetter-Einsätze in Unter-, Ober- und Mittelfranken

BAYERN: Am vergangenen Wochenende – 13. / 14. Juni 2020 – kam es in Bayern zu schweren Unwettern. Auch am Montag, 15. Juni, verursachte der Starkregen Schäden an Straßen und Gebäuden. 144 THW-Einsatzkräfte waren an mehreren Orten -insbesondere in den Regierungsbezirken Unterfranken, Oberfranken und Mittelfranken- im Einsatz, wie folgende Beispiele zeigen.

Im Landkreis Forchheim rückten THW-Einsatzkräfte des Ortsverbandes Kirchehrenbach mit über 300 gefüllten Sandsäcken aus, um den alarmierten Feuerwehren im Kampf gegen die Wassermassen zu helfen. Der THW-Ortsverband Forchheim kam am Sonntag zum Einsatz, nachdem ein Blitzeinschlag einen Dachstuhlbrand in einem Wohnhaus in Hallerndorf verursacht hatte. Um das beschädigte Dach provisorisch zu sichern, halfen THW-Kräfte, Abdecknetze mit Arbeitsleinen und Erdnägeln im Boden zu befestigen.

Am Montag kamen die THW-Ortsverbände Forchheim und Kirchehrenbach erneut wegen des Unwetters zum Einsatz: Die anhaltenden Regenfälle hatten eine Baugrube zum Überlaufen gebracht. Die Erde des am Hang befindlichen Geländes wurde unterspült. Auf Anforderung der örtlichen Feuerwehr unterstutzte das THW den Gesamteinsatz, zunächst mit der Ausleuchtung der Einsatzstelle. Zudem transportierten THW-Kräfte mit LKW-Kippern Recyclingmaterial, das am Abend in die Baugrube geschüttet wurde. Weitere THW-Kräfte kümmerten sich um die Befreiung der Grundstücksmauer von einem großen Gebüsch, das die weitere Absicherung behinderte, während andere Helfer und Helferinnen das nachgeorderte Bauholz in Pfähle verarbeiten konnten. Die angefertigten Pfähle wurden für die Sicherung der Einsatzstelle vor weiter eindringendem Wasser verwendet. Hierzu konnten mehrere Bahnen einer Kunststoffplane zunächst oben befestigt und anschließend in abwärts untereinander liegenden Schichten ausgebreitet und mit dem Holz festgeschlagen werden. Die in der Baugrube befindlichen Gitter aus Baustahl wurden letztlich zur Beschwerung darauf gelegt.

Auch in Aschaffenburg kam es zu zahlreichen Überflutungen im Stadtgebiet. Pumparbeiten waren hier der Einsatzschwerpunkt des THW Ortsverbandes Aschaffenburg. In mehreren Kellern war der Starkregen eingedrungen, sodass das Wasser abgepumpt und ausgesaugt werden musste. Auch eine durch den Regen vollgelaufene Baustelle wurde durch das THW ausgepumpt. Weiter haben die Helferinnen und Helfer des THW verstopfte Straßeneinläufe gesäubert, damit das Regenwasser von den überfluteten Straßen ablaufen konnte. Insgesamt haben die 17 Einsatzkräfte des örtlichen THW zusammen mit der Feuerwehr Aschaffenburg über 24 Einsatzstellen erfolgreich abgearbeitet.

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