Stmk: Felssturz in Längenfeld → 46-jähriger Deutscher 300 m in den Tod mitgerissen

LÄNGENFELD (STMK): Am 25. Juli 2020 kam es in Gemeindegebiet von Längenfeld gegen 13:28 Uhr in den Stubaier Alpen am Ostgrat des Schrankogel auf 3.300 Metern Höhe zu einem tödlichen Alpinunfall. Zum Zeitpunkt des Unfalles waren insgesamt neun Personen am Ostgrat im Abstieg unterwegs.

Eine 4er Gruppe bestehend aus österreichischen Alpinisten befand sich oberhalb einer deutschen 4er Gruppe. Ein Alleingeher aus Österreich befand sich im Nahbereich der österr. Gruppe. Die ersten polizeilichen Erhebungen ergaben, dass sich im weglosen, markierten Gelände im Bereich des letzten absteigenden Alpinisten der österreichischen Gruppe ein Stein gelöst haben dürfte. Dieser Stein hatte einen großen Felssturz zu Folge.

Die österr. Gruppe versuchte durch laute Zurufe die unterhalb befindliche deutsche Gruppe zu warnen. Beide Gruppen als auch der Alleingeher versuchten sich hinter Steinen in Deckung zur bringen bzw. versuchten, den herabfallenden Felsen und Steinen auszuweichen. Während die österreichische Gruppe den Felssturz unverletzt überstand, wurde die deutsche Gruppe durchwegs verletzt. Ein 46-jähriger Alpinist aus Deutschland dürfte von einem großen Stein getroffen worden sein und stürzte in weiterer Folge ca. 300 hm über felsiges Gelände tödlich ab.

Die drei restlichen Mitglieder der Gruppe aus Deutschland (männlich) wurden durch herab fallende Steine getroffen bzw. verletzten sich beim Ausweichen. Ein Gruppenmitglied verletzte sich im Rippenbereich und musste mit dem Notarzthubschrauber in das Krankenhaus nach Zams geflogen werden. Die zwei anderen verletzten sich leicht. Im Gipfelbereich befand sich eine Gruppe aus zwei Wiener Bergsteigern. Diese bekamen vom Unfall nichts mit, wurden aber ebenso wie die restlichen Unfallbeteiligten vom Grat durch den Polizeihubschrauber ausgeflogen.

Im Einsatz stand die Bergrettung Gries, die Bergrettung Längenfeld, die Feuerwehr Längenfeld, die Suchhundestaffel der Bergrettung Tirol, zwei Notarzthubschrauber, sowie ein Polizeihubschrauber mit Alpinpolizisten. Die Betreuung der Beteiligten übernahm das Kriseninterventionsteam der Rettung. Nach Abschluss der Erhebungen durch die Alpinpolizei wird ein Bericht an die Staatsanwaltschaft Innsbruck übermittelt → so der Bericht der Polizei in eine Aussendung.

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