Bgld: Zwei Teleskopmastbühnen bei schwierigem Brand in Autohaus in Eisenstadt im Einsatz

EISENSTADT (BGLD): Abrupt endete die Nacht für die Mitglieder der Feuerwehr Mattersburg. Per Sirenenalarm wurden sie am 30. Juli 2020 zu einem Unterstützungseinsatz in die Landeshauptstadt Eisenstadt gerufen. Um 01:00 Uhr wurde ein Brand in einer KFZ-Werkstätte entdeckt.

Aufgrund der hohen Brandlast im Gebäude, mehrere Kraftfahrzeuge standen im Vollbrand, ebenfalls wurden dort 2.000 Liter Öl gelagert, erwiesen sich die Löscharbeiten für die Kameraden aus Eisenstadt, Kleinhöflein und St. Georgen als äußert schwierig. Zuerst versuchten die Florianis, einen umfassenden Innen- und Außenangriff zu starten.

Schnell wurde erkannt, dass Aufgrund der hohen thermischen Belastung die Dachkonstruktion einsturzgefährdet war. Um die Einsatzkräfte nicht zu gefährden, konnten lediglich Außenangriffe unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Die Teleskopmastbühnen Eisenstadt und Mattersburg hatten dabei die Aufgabe, die Dachhaut zu öffnen, um den Brand in der Zwischendecke bekämpfen zu können. Im weiteren Verlauf des Einsatzes unterstützte der Betriebsinhaber mit einem Kranfahrzeug die Feuerwehr, um mittels Greifer die Dachkonstruktion zu entfernen.

Im Zuge des Einsatzverlaufs, wurden noch Kräfte aus Donnerskirchen, Großhöflein, Siegendorf, Trausdorf und Wulkaprodersdorf alarmiert, um den hohen Löschwasserbedarf zu decken, als auch genügend Atemschutzträger einsatzbereit zu halten. Dabei waren 140 Kräfte im Löscheinsatz. Brand „Aus“ konnte gegen 07:00 Uhr gegeben werden. Die Feuerwehr Eisenstadt stellte noch eine Brandwache, um etwaige Nachlöscharbeiten sicher zu stellen. Personen wurden keine verletzt, der Sachschaden ist jedoch enorm. Die Brandursache ist Gegenstand der Ermittlungen von Polizei und Brandsachverständigen. Die Feuerwehr Mattersburg stand mit insgesamt vier Fahrzeugen und 22 Mann im Einsatz.

Bezirks-Feuerwehrkommando Mattersburg

Meldung der Polizei

Gegen 01.00 Uhr des 30. Juli 2020 kam es aus noch ungeklärten Gründen zu einem Brand in einem Autohaus in Eisenstadt. Dabei stand das Garagentor und Teile des Daches der Halle in Brand. Die Feuerwehren Eisenstadt, St. Georgen, Kleinhöflein, Großhöflein, Donnerskirchen, Trausdorf und Wulkaprodersdorf waren noch in den Morgenstunden mit den Löscharbeiten beschäftigt.

Der Löschangriff stellte sich aufgrund der in der Halle befindlichen Gegenstände (Fahrzeuge, Öltank mit ca. 2000l Inhalt) als äußerst schwierig da. Erhebungen durch den Brandermittler der Polizei werden durchgeführt, berichtet die Exekutive in einer Aussendung.

Polizei-Meldung II, Ermittlungsergebnisse

Die Ermittlungen zum Brand der Halle eines Autohauses in Eisenstadt vom 30.07.2020 wurden von Brandermittlungsbeamten des LKA Bgld gemeinsam mit dem Bezirksbrandermittler aufgenommen und noch am selben Tag mit Beamten des BK Wien (Kriminaltechnik) fortgeführt und abgeschlossen. Von den Einsatzkräften der Feuerwehr mussten zur Herstellung der Sicherheit von Personen und zur Gewährleistung eines effizienten Löscheinsatzes diverse Gebäude- bzw. Anlagenteile (insbesondere Teile des Dachwerks über der KFZ-Werkstätte, bzw. den Öllagerraum) zum Teil oder zur Gänze abgetragen werden. Durch das Brandereignis wurden die Gebäudeabschnitte, welche ua. den Öllagerraum sowie die KFZ – Werkstatt betreffen zur Gänze zerstört. In der KFZ-Werkstätte waren zum brandausbruchskritischen Zeitpunkt insgesamt fünf Kundenfahrzeuge eingestellt. Diese Fahrzeuge wurden durch Flammen ebenfalls zur Gänze zerstört. Weiters wurden durch das Schadensfeuer diverse Groß- u. Kleingerätschaften wie Hebebühnen, Diagnosegeräte, Werkzeuge udgl. mehr oder weniger stark in Mitleidenschaft gezogen. Schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde auch der unmittelbar an die Werkstätte/Öllagerraum angrenzende Bürotrakt. Die genauen Schadenshöhen können derzeit noch nicht beziffert werden, dürften sich aber nach ersten Schätzungen im unteren siebenstelligen Eurobereich bewegen. Das Brandgeschehen ist den umfangreichen Untersuchungen nach auf den Öllagerraum und eine hier abgeteilte Kühlzelle einzugrenzen. Den Abbrandspuren zufolge kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Brand in der Kühlzelle durch einen elektrischen Defekt am hier eingebauten Kühlaggregat bzw. in der elektrischen Zuleitung zum Kühlaggregat entstanden sein dürfte. Personen oder Tiere wurden nicht verletzt und waren auch nicht unmittelbar gefährdet.

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