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19. Oktober 2020 8:44
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Chile: Kirchen brennen → Löscheinsatz inmitten von Massenprotesten

CHILE: Mindestens zwei Kirchen im Zentrum von Santiago de Chile wurden an diesem Sonntag, 18. Oktober 2020 nach der massiven Demonstration niedergebrannt, bei der Zehntausende Menschen anlässlich des ersten Jahrestages der Protestwelle zusammenkamen, der schwersten seit dem Ende der Militärdiktatur (1973-1990).

Das erste Heiligtum, das verbrannt wurde, war die Kirche San Francisco de Borja, die regelmäßig von der Polizei von Carabineros für institutionelle Zeremonien genutzt wurde. Stunden später war es die Asunción-Kirche, eine der ältesten in der Hauptstadt mit mehr als einem Jahrhundert und eine halbe alt.

Neun Wachen im Einsatz

Für die Feuerwehrkräfte sicher kein einfacher Job, inmitten der Proteste dann auch noch die Löscharbeiten vorzunehmen. Freiwillige Feuerwehrleute mussten am Nachmittag ausrücken, um die Flammen in den Räumlichkeiten der Pfarrei La Asuncion

zu löschen. Es handelt sich um ein Gebäude an der Kreuzung der Avenue Vicua Mackenna mit der Straße Barén de Coubertin, südlich des Baquedano-Platzes. Neun Wachen standen mit 23 Fahrzeugen im Einsatz.

Trotz aller Bemühungen stürzte die Kuppel des Tempels aufgrund schwerer Schäden ein, wie in Videos in sozialen Medien zu sehen ist. Feuerwehrleute arbeiteten auch unter Protestierenden, die den Fall des Gebäudes feierten. Die angegriffene katholische Kirche wurde 1876 erbaut. Bereits im November vergangenen Jahres war es Schauplatz anderer Vorfälle bei sozialen Protesten.