Oö: 15 Feuerwehren beüben Lkw-Brand im Grünbergtunnel

BEZIRK KIRCHDORF (OÖ): Am Samstag, den 18. September 2021, fand eine großangelegte Einsatzübung im Tunnel Grünburg statt. Dabei nahmen unter Beachtung der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen 15 Feuerwehren teil.

Der 1.165 Meter lange Tunnel auf der Bundesstraße 140 entlastet seit Juni 2008 die enge Ortsdurchfahrt der Gemeinde Grünburg. Beide Richtungsfahrbahnen werden in einer Röhre geführt – es gibt zwei Fluchtschächte und modernste elektromaschinelle Sicherheitstechnik , die von der Tunnelüberwachungszentrale Oberösterreich in Gmunden gesteuert wird. Übungsannahme war ein Lkw-Brand im mittleren Bereich des Tunnels mit einer erheblichen Anzahl vermisster und verletzten Personen im künstlich verrauchten Tunnel.

Basierend auf einem Sonderalarmplan wurden daher 15 Feuerwehren aus den Bezirken Steyr Land und Kirchdorf zu dieser Übung eingeladen. Darüber hinaus nahmen Kräfte des Rettungsdiensts und der Polizei sowie der Straßenerhalter an der Übung teil. Sie alle nutzten die Möglichkeit, im für den Verkehr gesperrten und künstlich stark verrauchten Tunnel intensiv zu trainieren.

Einsätze im Tunnel stellen in jedem Fall eine besondere und nicht alltägliche Herausforderung für die Feuerwehren dar, welche daher regelmäßig beübt werden müssen. Bei einem Brand – der hier zu Übungszwecken angenommen wurden – kann der Tunnel nur mit schwerem Atemschutz betreten werden. Zudem ist die Sicht durch Rauch massiv eingeschränkt. Im Ernstfall herrschen enorm hohe Temperaturen. Aufgabe der Feuerwehren ist daher eine möglichst rasche Brandbekämpfung um in weiterer Folge Personen im Tunnel suchen und retten zu können.

Bei der sehr anspruchsvollen Übung, bei dem auch das Zusammenspiel aller Einsatzorganisationen auf die Probe gestellt wurde, konnten diese Aufgaben intensiv trainiert werden. Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützern im Hintergrund, die durch intensive Vor- und Nachbereitung, Bereitstellung von Material und Fahrzeugen sowie als DarstellerInnen im Szenario diese Großübung erst möglich gemacht haben.

Bezirks-Feuerwehrkommando Kirchdorf

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