Bayern: Kleiner Mann in Kindergarten in München in verzwickter Lage
MÜNCHEN (BAYERN): Zu einem ungewöhnlichen Rettungsdiensteinsatz kam es am 9. Februar 2026 in einem Kindergarten im Münchner Süden. Statt medizinischem Sachverstand war aber vielmehr handwerkliches Geschick gefragt.
Die Erzieherinnen staunten nicht schlecht, als sie den Hilferufen eines Schützlings folgend, einen 3-Jährigen im Sportraum mit Beinen und Bauch hinter einer Sprossenwand steckend fanden. Nachdem der junge Mann Schmerzen angab und sich auch nicht befreien ließ, entschloss man sich schließlich, den Notruf zu wählen. Durch die Leitstelle wurde umgehend ein Rettungswagen alarmiert.
Da dieser aber eine längere Anfahrt hatte, wurde gleichzeitig ein Hilfeleistungslöschfahrzeug der Berufsfeuerwehr als sogenannter First Responder – also für erste medizinische Maßnahmen – alarmiert. Dies geschieht in München regelmäßig und gehört zur Routine der medizinisch geschulten Fahrzeugbesatzungen. Doch auch die Verwunderung der Einsatzkräfte war kurz nach dem Eintreffen groß. Statt dem großen Sanitätsrucksack war vielmehr der noch schwerere Handwerkzeugkasten gefragt, denn der Junge steckte immer noch hinter dem Gestänge fest.
Nachdem rasch einige Schrauben gelöst wurden, war der kleine Patient mit einigen Hangriffen wieder befreit und konnte untersucht werden. Glücklicherweise konnten keinerlei Verletzungen festgestellt werden und auch die Schmerzen vergingen zügig nach der Befreiungsaktion. Während der Sanitätsrucksack und der Werkzeugkasten wieder im Fahrzeug verstaut wurden, konnte der Gruppenführer so den Rettungswagen über Funk stoppen, da der Einsatz sozusagen im Handumdrehen beendet war.
