Bayern: Rauchmelderalarm in Gehörlosenwohnung → Brand verlief glimpflich
MÜNCHEN (BAYERN): Äußerst glimpflich ging am Sonntagnachmittag, 8. Februar 2026, ein Brandeinsatz für eine junge Frau und ihr Kind aus. Die richtige Wahl der Feuermelder in der Wohnung hätte möglicherweise den Einsatz der Feuerwehr abwenden können.
Zu einem vermeintlichen Zimmerbrand ist ein Löschzug im Münchner Osten alarmiert worden. Nach einer außergewöhnlich kurzen Anfahrt von nur rund einer Minute konnte an der Einsatzstelle tatsächlich ein Brandgeruch im Treppenhaus und austretender Rauch auf der Gebäuderückseite festgestellt werden. Aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss waren zudem das Piepen eines Rauchmelders sowie Hilfeschreie eines kleinen Kindes wahrnehmbar, woraufhin sich zwei Atemschutztrupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung unverzüglich auf den Weg in die Brandwohnung machten.
Kurz bevor die Einsatzkräfte gewaltsam in die Räumlichkeiten eindrangen, öffnete die 29-jährige Bewohnerin eigenständig die Tür. Sie und ihr zweijähriger Sohn wurden unverletzt in Sicherheit gebracht. Grund für die Rauchentwicklung war angebranntes Essen, das aber rasch abgelöscht werden konnte. Die Wohnung wurde zudem belüftet. Während der Maßnahmen stellte sich bei der Befragung der Frau auch heraus, warum diese den Alarm des Rauchmelders nicht wahrgenommen hatte. Die gehörlose 29-Jährige war eingeschlafen und in der Wohnung waren lediglich Rauchmelder mit einem akustischen Alarm verbaut.
Da der menschliche Geruchssinn im Schlaf nahezu deaktiviert ist, war es ein glücklicher Zufall, dass sie rechtzeitig wach wurde. Nach einer abschließenden Kontrolle der Wohnung konnten Mutter und Kind wieder zurück in ihre gewohnte Umgebung. Die Feuerwehr München weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es unter anderem auch für gehörlose Menschen im Fachhandel verschiedene geeignete Feuermelder oder Lösungen gibt.
