Technisch

Bayern: Feuerwehreinsatz mit 500 Frauen in Waging am See

WAGING AM SEE (BAYERN): Im Einsatz waren ein Einsatzleitwagen (ELW 1), ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25), ein Mannschaftstransportwagen (MTW), ein First-Responder-Fahrzeug, sowie 11 Einsatzkräfte. Als Einsatzszenario galt es rund 500 Frauen und 30 Musiker zu „bändigen“. Also ein Einsatz der ganz besonderen und außergewöhnlichen Art. Grund war die „Weiberroas“ am „Unsinnigen Donnerstag“ – 12. Februar 2026 – in Waging am See.

Einen närrischer Festzug durch die nächtlichen Straßen der Marktgemeinde galt es durch die heimische Feuerwehr abzusichern. Vom Treffpunkt beim Vereinsheim des TSV Waging zog die verkleidete Meute über die Wilhelm-Scharnow-Straße, Ludwig-Felber-Straße, Bahnhofstraße, Traunsteiner Straße und wieder zurück zum Waginger Marktplatz.

Bei diversen Stationen wie beim Getränkemarkt Mayer, dem Pub „Pubbines“, und dem Faschingszelt vom Gasthof Alpenblick Weibhausen am Marktplatz konnte man wieder Kraft tanken, bevor es im Restaurant „Forum italicum nuovo“ den Endspurt bis zum sprichwörtlichen Morgengrauen gab.

Die Veranstaltung erfreut sich von Jahr zu Jahr immer größerer Beliebtheit. Während des Festzuges und bei den Pausenstationen wird natürlich ausgiebig musiziert mit Hits wie „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“, „Mendocino“ oder „Rockin‘ all over the world“. Sogar Wintersport wird mit dem „Bobfahrerlied“ betrieben – passend zu den derzeitigen Olympischen Winterspielen. Fehlen darf dabei natürlich nicht der „Waginger Faschingsmarsch“, welcher nicht nur einmal erklang.

Diese Idee, dass an einem Tag in der Faschingszeit den Frauen das Regiment überlassen wird, gibt es bereits seit dem Mittelalter Es galt als „verkehrte Welt“ und daher verkleideten sich die Damen als „alte Weiber“ und feierten unter ihresgleichen. Bevor es mit dem Faschingswochenende und bis Faschingsdienstag in die ‚heiße Phase‘ des Waginger Fasching geht, hieß es also erst einmal ‚Die Frauen sind los.

Einsatztechnisch konnte ein sehr positives Fazit gezogen werden. Die Absperr- und Verkehrssicherungsmaßnahmen über rund vier Stunden funktionieren einwandfrei und ein ausgelassenes und zünftiges Feiern im Fasching stand nichts im Wege.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert