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Everdrone bringt medizinische Drohne der nächsten Generation für den Notfalltransport auf den Markt

Das schwedische Unternehmen Everdrone bringt laut eigener Information vom 24. Februar 2026 mit der E3 eine neue Drohne für den medizinischen Transport auf den Markt. Die Drohne wurde vollständig von Everdrone entwickelt und verfügt über eine erhöhte Kapazität zum Transport verschiedener Arten medizinischer Ausrüstung. Ihre Leistungsfähigkeit wurde im Vergleich zu früheren Versionen deutlich verbessert.

„Die neue Drohne ist schneller, sicherer und kann schwerere Nutzlasten tragen. Das wird Leben retten“, sagt Mats Sällström, CEO von Everdrone.

Everdrone mit Hauptsitz in Göteborg entwickelt Drohnendienste für medizinische Notfälle. Die vorherige Generation, die E2, war eine Entwicklungsplattform auf Basis kommerzieller Komponenten. Nun bringt Everdrone mit der E3 die nächste Generation auf den Markt, die vollständig im eigenen Haus entwickelt wurde. Die Leistungsfähigkeit der Drohne wurde erheblich gesteigert.

„Unser ursprünglicher Fokus lag auf der Entwicklung von Software für Drohnendienste, doch wir stellten fest, dass es keine kommerziell verfügbaren Drohnen gab, die den Anforderungen der Notfallmedizin entsprachen. Daher haben wir uns entschieden, eine eigene Drohne zu entwickeln“, sagt Mats Sällström.

Die E3-Drohne wurde unter Verwendung sowohl von OEM-Produkten als auch von proprietären Komponenten entwickelt. So enthält sie beispielsweise Teile von Zulieferern wie Ligpower und Aston Harald Composite und verfügt über vier Rotorpaare mit insgesamt acht Rotorblättern. Die Drohne misst 90 × 75 × 55 cm (ohne Propeller) und wiegt 24 kg. Eine eigens entwickelte Dämpfung ermöglicht eine vibrationsfreie Reisegeschwindigkeit von über 80 km/h. Die Batteriekapazität bietet ausreichend Reserven für verschiedene Einsatzarten, und die Auswahl des Batterieanbieters wird kontinuierlich überprüft, um Leistung und Ausdauer weiter zu verbessern. Die E3 fliegt autonom und wird von einem Drohnenoperator überwacht.

Der Vorgänger E2 konnte eine Nutzlast von 2 kg in Form eines Defibrillators transportieren. Die neue Drohne E3 kann bis zu 4,5 kg tragen. Das Nutzlastmodul ist flexibel konzipiert und ermöglicht neben dem Transport von Defibrillatoren auch die Beförderung anderer medizinischer Ausrüstung, etwa Adrenalin für anaphylaktische Reaktionen, Gegenmittel bei Opioid-Überdosierungen sowie Verbandsmaterial und Tourniquets zur Stillung lebensbedrohlicher Blutungen.

„Der Einsatz von Drohnen für den Transport medizinischer Notfallausrüstung verkürzt die Transportzeit erheblich. Im Durchschnitt dauert es in Schweden zehn Minuten, bis ein Krankenwagen an einem Notfallort eintrifft. Während dieser Zeit kann Everdrones neue Drohne in weniger als drei Minuten vor Ort sein und so als Ergänzung zum Rettungsdienst Leben retten“, sagt Mats Sällström.

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