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Schweiz: 16-Jähriger prallt bei Flucht vor Polizei mit Auto in Gegenverkehr → eine Tote (74)

GRANGES-PRÉS-MANAND (SCHWEIZ): Am Sonntag, dem 8. März 2026, kollidierte in Granges-près-Marnand ein gesuchtes Fahrzeug, das von einem Minderjährigen gesteuert wurde, der vor der Polizei von Freiburg flüchtete, mit einem entgegenkommenden Auto. Der Beifahrer des Minderjährigen kam dabei ums Leben. Das Jugendgericht hat ein Strafverfahren eingeleitet.

Am Sonntag, dem 8. März, gegen 15:20 Uhr, versuchten Beamte der Freiburger Kantonspolizei in Sâles (Fribourg) einen Pkw mit mutmaßlich gestohlenen Kennzeichen anzuhalten. Beim Anblick der Polizei flüchtete der Fahrer. Das Fahrzeug blieb zunächst verschwunden und erste Suchaktionen verliefen erfolglos. Gegen 16:00 Uhr wurde derselbe Wagen von einer Freiburger Streife in Grandsivaz (Fribourg) gesichtet. Es kam zu einer Verfolgungsjagd. In Zusammenarbeit mit Streifen des Kantons Waadt wurde eine gemeinsame Operation zur Abfangung des flüchtenden Fahrzeugs eingeleitet.

Nahe Granges-près-Marnand auf der Straße nach Sassel verlor der Fahrer aus noch ungeklärten Gründen offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Pkw. In diesem zweiten Fahrzeug befanden sich zwei Personen aus der Region. Die Beifahrerin des zweiten Fahrzeugs, eine 74-jährige Schweizerin, verstarb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer, ein 76-jähriger Schweizer, wurde mit schweren Verletzungen per Hubschrauber nach Bern geflogen. Die Insassen des flüchtenden Fahrzeugs, zwei 16-jährige Schweizer Jungen aus der Gegend um Payerne, wurden festgenommen. Auch sie wurden verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert.

Das Jugendgericht wurde informiert und hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen wurden der Verkehrspolizei des Kantons Waadt übertragen, um die genauen Ursachen und Umstände des Unfalls zu klären. Die Straße zwischen Sassel und Granges-près-Marnand war für mehrere Stunden gesperrt, um den Rettungskräften das Eingreifen zu ermöglichen und die Ermittlungen durchzuführen.

Für dieses Ereignis waren mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Freiburg, der Gendarmerie Waadt, Spezialisten der Verkehrseinheit, vier Krankenwagen des CSU-NVB, eine SMUR-Besatzung, drei Fahrzeuge des SDIS Broye-Vully, Mitarbeiter der DGMR für die Wiederherstellung der Straße und ein Hubschrauber der REGA erforderlich.

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