Potenzielle Brandgefahr → Magirus-Empfehlung zur Prüfung von Fahrzeugen (über 20 Jahre alt)
MÄRZ 2026: In seiner Pressemitteilung vom 18. Dezember 2025 hatte Magirus über die Einleitung von Untersuchungen zu Fällen von Brandereignissen bzw. Beinahe-Bränden an älteren Feuerwehrfahrzeugen mit Iveco EuroCargo- bzw. EuroFire-Fahrgestellen informiert. Diese Berichte waren zuvor in Medien, Online‑Foren und in einer Mitteilung des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) in Kiel aufgegriffen worden.
Magirus hat daraufhin eine umfassende technische Prüfung eingeleitet. Neben dem aktiven Austausch mit dem IFS wurden Untersuchungen gestartet, um die Hinweise zu prüfen und faktenbasiert zu bewerten.
Die inzwischen vorliegenden Erkenntnisse deuten darauf hin, dass ein Zusammenhang mit einem fahrgestellseitig verbauten Lichtschalter für das Stand- und Abblendlicht nach aktuellem Kenntnisstand nicht ausgeschlossen werden kann. Die Hinweise betreffen Fahrzeuge auf Iveco Euro-Baureihen-Fahrgestellen, spezifisch EuroCargo, EuroFire, EuroTech und EuroTrakker der Baujahre 1992 bis 2002. In geprüften Fällen zeigten Lichtschalter nach über 20 Jahren Fahrzeugbetrieb alters- und verschleißbedingte Veränderungen im Inneren des Bauteils. Diese waren von außen nicht in jedem Fall zuverlässig erkennbar.
Empfehlung an Betreiber älterer Feuerwehrfahrzeuge mit spezifischen Fahrgestelltypen der Baujahre 1992 bis 2002
Auf Basis der vorliegenden Erkenntnisse empfiehlt Magirus Betreibern von Feuerwehrfahrzeugen auf Iveco‑Euro-Baureihen-Fahrgestellen der Baujahre 1992 bis 2002, das Fahrzeug einer Iveco‑Vertragswerkstatt vorzustellen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Erstzulassung einzelner Fahrzeuge auch nach 2002 liegen kann – in Einzelfällen bis 2005. Der fahrgestellseitig verbaute Lichtschalter sollte dort vorsorglich ausgetauscht werden. Außerdem sollte die elektrische Installation des Fahrzeugs umfassend geprüft werden, wenn im Laufe der Jahre elektrische Nachrüstungen vorgenommen wurden.

Diese Maßnahmen erfolgen vorsorglich im Sinne einer präventiven technischen Überprüfung und dienen dazu, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und möglichst auszuschließen. Die Durchführung der Arbeiten erfolgt im Rahmen der regulären Werkstattkonditionen. Zur besseren Identifikation wird in der technischen Dokumentation ein Foto der betroffenen Lichtschalter‑Bauform bereitgestellt. Für andere Bauformen liegen derzeit keine vergleichbaren Hinweise vor.
Magirus wird die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten und Betreiber über neue Erkenntnisse informieren. Das Unternehmen steht hierzu weiterhin im Austausch mit dem IFS.


