D: Zwei Personen sowie ein Hund aus auf BAB 4 bei Dresden überschlagenem Transporter befreit
DRESDEN (DEUTSCHLAND): Die Integrierte Regionalleitstelle Dresden alarmierte in der gegen 01.00 Uhr des 15. März 2026 Feuerwehr und Rettungsdienst zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Bundesautobahn 4 in Fahrtrichtung Eisenach im Bereich der Anschlussstelle Wilder Mann. Laut Notruf sollten sich zwei Personen in einem Transporter befinden und eingeklemmt sein.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Notrufmeldung. Ein Mercedes-Transporter mit Pritschenaufbau hatte sich aus bislang ungeklärter Ursache augenscheinlich überschlagen. Das Fahrzeug lag rechts neben der Fahrbahn unterhalb einer kleinen Böschung auf der Fahrerseite. Beide Insassen waren verletzt und ansprechbar, konnten das Fahrzeug jedoch nicht selbstständig verlassen. Nachdem die Unfallstelle gesichert und weiträumig ausgeleuchtet war, begannen die Einsatzkräfte mit hydraulischen Rettungsgeräten die technische Befreiung der Insassen vorzubereiten.
Nach dem Entfernen der Frontscheibe zur Schaffung einer Versorgungsöffnung stellten die Einsatzkräfte fest, dass sich zusätzlich ein Hund im Fahrzeug befand. Aufgrund der Verletzungsmuster der Patienten war nach Rücksprache mit dem Notarzt keine medizinische Erstversorgung im Fahrzeug erforderlich, sodass unmittelbar mit der technischen Befreiung begonnen wurde. Mit einer Säbelsäge sowie hydraulischem Rettungsgerät wurde eine große Dachöffnung geschaffen. Gleichzeitig entfernten die Einsatzkräfte für den späteren Patiententransport etwa fünf Meter Leitplanke mit einem Trennschleifer.
Die Böschung wurde mithilfe von Steckleiterteilen begehbar gemacht, um einen sicheren Transport zum Rettungswagen zu ermöglichen. Zunächst wurde der Hund aus dem Fahrzeug befreit und an den nachgeforderten Gerätewagen Tier übergeben. Nach Rücksprache mit dem Fahrzeugführer wurde das Tier ohne tierärztliche Untersuchung in das Tierheim Dresden-Stetzsch gebracht. Der Fahrer (39) sowie der Beifahrer (32) konnten nach Abschluss der Befreiungsmaßnahmen das Fahrzeug eigenständig verlassen und wurden an den Rettungsdienst übergeben. Beide Patienten wurden unter notärztlicher Begleitung in Krankenhäuser transportiert.
Im Anschluss sicherten die Einsatzkräfte auslaufende Betriebsstoffe. Die Polizei hat vor Ort die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Für die Dauer der Einsatzmaßnahmen musste die BAB 4 in Fahrtrichtung Görlitz vollständig gesperrt werden. Im Einsatz waren insgesamt 37 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Albertstadt und Übigau, der Rettungswachen Friedrichstadt, Pieschen und Neustadt, der B-Dienst sowie die Stadtteilfeuerwehr Wilschdorf.
