Wien: 4 Tote → Bauarbeiter unter einstürzendem Gerüst und flüssigem Beton begraben
WIEN, 9. BEZIRK: Bei Bauarbeiten an einem Gebäude in der Porzellangasse in Wien stürzte am Nachmittag des 17. März 2026 im Innenhof ein Gerüst und eine Bauverschalung ein. Mehrere Bauarbeiter wurden unter den Trümmern und flüssigem Beton verschüttet.
Die alarmierten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Wien versuchten, die Verschütteten zu orten, zu ihnen vorzudringen und sie zu retten. Ein Bauarbeiter konnte verletzt dem Rettungsdienst übergeben werden; für vier weitere Männer kam jeder Hilfe zu spät.
Im Innenhof des Gebäudes werden aktuell neue Gebäudeteile angebracht. Zu diesem Zweck wurden Verschalungen und ein Gerüst aufgestellt. Bei den laufenden Betonierungsarbeiten stürzte das Gerüst und die Verschalung ein und begrub mehrere Bauarbeiter unter den Trümmern und flüssigem Beton.

Ein Arbeiter verletzt gerettet
Kurz nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte einer der Bauarbeiter gemeinsam mit dem Rettungsdienst verletzt gerettet werden. Die Suche nach den weiteren vermissten Bauarbeitern gestaltete sich in dem engen Innenhof als äußerst schwierig. Umgehend wurde auf Alarmstufe 2 erhöht und der Einsatzart entsprechend umfangreiche Spezialgeräte und spezialisierte Einsatzkräfte alarmiert. Vom Katastrophenhilfsdienst Wien wurde auch die Schallortungsgruppe und die Rettungshundestaffel entsandt.
Aufwendige Suche nach weiteren Opfern
Um zu den verschütteten Personen vorzudringen, wurden von mehreren Seiten Zugänge zu dem Innenhof geöffnet – dabei wurden Zäune und Türen entfernt. Parallel dazu wurde begonnen die Schalungs- und Gerüstteile sowie Eisenarmierungen händisch, mit Seilwinden und einem vorhandenen Turmdrehkran zu entfernen. Immer wieder musste zwischen den Teilen der noch flüssige Beton in aufwändiger Kleinarbeit entfernt werden. So konnten nach und nach zwei der Bauarbeiter befreit und geborgen werden. Der Rettungsdienst konnte allerdings nur noch den Tod feststellen.

Herausfordernde Arbeit
Für die Bergung der beiden weiteren verschütteten Bauarbeiter war es notwendig noch weitere verkeilte Trümmer zu trennen und wegzuheben. Anschließend konnte wieder händisch der langsam fester werdende Beton entfernt werden. Nach ca. zweieinhalb Stunden konnte auch die dritte und vierte verstorbene Person befreit werden. Nachdem sehr unterschiedliche Aussagen zur Anzahl der vermissten Personen vorlagen, wurde parallel zu den laufenden Bergungsmaßnahmen unter den Trümmern und Lagerungen im Innenhof auch mit den Rettungshunden des Katastrophenhilfsdienstes Wien nach weiteren Personen gesucht.
Trümmerkegel nochmals abgesucht
Zusätzlich wurde nach der Bergung der vierten Personen, der gesamte Trümmerkegel nochmals von einem der Rettungshunde abgesucht, um sicherzustellen, dass keine weiteren Personen verschüttet waren. Im Bereich des Einsatzortes war die Porzellangasse großräumig für den öffentlichen Verkehr und den Individualverkehr gesperrt.

3-stündiger Großeinsatz
Die Ursache für den tragischen Unfall wird vom Landeskriminalamt der Polizei Wien ermittelt. Nach rund drei Stunden wurde der Einsatz von ca. 30 Fahrzeugen und ca. 120 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr Wien und dem Katastrophenhilfsdienstes Wien beendet.
Meldung der Polizei
Heute ist es zu einem Großeinsatz der Berufsfeuerwehr und Berufsrettung Wien sowie der Wiener Polizei gekommen. Im Innenhof eines Mehrparteienhauses sind mehrere Bauarbeiter aus bisher ungeklärter Ursache verschüttet worden. In Folge wurden umfangreiche Bergungs- und Rettungsmaßnahmen durchgeführt.
Vier Bauarbeiter konnten nur mehr tot geborgen werden. Ein Bauarbeiter wurde gerettet und in ein Krankenhaus eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang sind im Gange. Für die Dauer des Einsatzes ist es zu umfangreichen Verkehrssperren gekommen.


