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Bayern: Saisonauftakt 2026 in der Realbrandausbildung der Atemschutzgeräteträger im Kreis Traunstein

ÜBERSEE (BAYERN): Unweit des Bauhofes in Übersee betreibt der Kreisfeuerwehrverband Traunstein seit vielen Jahren eine Ausbildungsanlage für Atemschutzgeräteträger. In dieser sogenannten Rauchgasdurchzündungsanlage (RDA) können Einsatzkräfte unter Atemschutz die Gefahren einer Durchzündung von Brandgasen kennenlernen.

Text: Hubert Hobmaier

Gleichzeitig erhalten lebenswichtige Kompetenzen, um bei tatsächlichen Einsätzen auf Phänomene extremer Brandausbreitung mit der richtigen Taktik zu reagieren und diese letztlich zu beherrschen. Nun wurde die Anlage ausgewintert und der erste Lehrgangstag ging über die Bühne. Neun weitere Samstage mit jeweils zwölf Teilnehmern stehen in diesem Jahr im Kalender.

„Wir haben die Wintermonate genutzt, um mit unseren Ausbildern eine Winterschulung in der Theorie sowie einen Trainingstag in der Anlage selbst durchzuführen“, erklärt Tobias Plenk in seiner Rolle als Lehrgangsverantwortlicher. Anhand eines Playmobilmodells wurden die Abläufe nachgestellt und Neuerungen besprochen. „Dadurch erreichen wir einen einheitlichen Ausbildungsstand und eine gleichbleibende Qualität in jedem einzelnen Lehrgangstermin“, so der Ausbilder. Darüber hinaus erhalten Alle die neuesten Infos und Veränderungen im Lehrgangsplan sowie für die Ausbildungstage an die Hand.

Besonders wichtig sind dabei die gründliche Ausbildung und Einschulung neuer Ausbilder an der Anlage. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir immer wieder interessierte Atemschutzgeräteträger aus den Reihen der Feuerwehren im Landkreis Traunstein für diese Aufgabe begeistern können“, betont Stefan Thurner, der sich im Kreisfeuerwehrverband Traunstein für die gesamte Atemschutzausbildung verantwortlich zeigt. Ergänzend fügt er hinzu: „Feuerwehrleute, die sich in der Ausbildung ehrenamtlich engagieren wollen, sind aber jederzeit auch weiterhin willkommen.“

2026 ist Jonas Vogel aktives Mitglied in den Feuerwehren Grassau und Übersee neu zum Ausbildungsteam dazugestoßen. „Alle Ausbilder haben während der Wintermonate wichtiges Know-how für die Realbrandausbildung und ihre zukünftigen Aufgaben an den Lehrgangstagen erhalten“, so Tobias Plenk. Derzeit engagieren sich zwölf Ausbilder in der Anlage.

Trügerisch der Rauch → kurz vor der Durchzündung

Ende März 2026 ist die Realbrandausbildung in die neue Saison gestartet. Dabei konnten Teilnehmer der Feuerwehren aus Ruhpolding, Nussdorf, Otting, Wolkersdorf und Grassau einen Samstag lang in der Anlage trainieren. Neben der sogenannten Heißausbildung in der holzbefeuerten RDA beschäftigen sich die Teilnehmer auch mit dem korrekten Einsatz der Strahlrohre und erhalten die Möglichkeit, Türöffnungen zur Brandbekämpfung zu trainieren.

Das mehrstündige Seminar bietet darüber hinaus die Möglichkeit, viermal einen Durchgang in der Anlage zu durchlaufen. Angefangen bei der Wärmeerfahrung bis hin zur Brandbekämpfung während einer Rauchgasdurchzündung ist der Trainingstag vollgepackt mit vielen unterschiedlichen Inhalten. In den kommenden Wochen und Monaten werden insgesamt acht Samstage für fast 100 heimische Atemschutzgeräteträger angeboten.

In der Regel sind dies Einsatzkräfte, die zuvor die Grundausbildung an den Lehrgangsstandorten in Traunstein oder Trostberg sowie die Ausbildung in der Brandsimulationsanlage Traunreut (BSA) durchlaufen haben. „Mit diesem mehrstufigen Konzept bereiten wir die Einsatzkräfte optimal auf ihre Herausforderungen bei Brandeinsätzen vor“, erklärt Stefan Thurner und ergänzt: „Die sehr guten Lehrgangsfeedbacks bescheinigen uns außerdem, dass unser Angebot einen hohen Stellenwert genießt.“

Kreisfeuerwehrverband Traunstein

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