Wien: Reisebus prallt bei Eurogate Tunnelausfahrt gegen Pkw → 15 Personen aus Bus befreit
WIEN: Am Nachmittag des 27. April 2026 prallt ein Reisebus im Bereich der Eurogate Tunnelausfahrt der A23 in Wien-Landstraße auf einen Pkw, der sich dabei um seine eigene Achse dreht und auf einen weiteren Pkw prallt. Dabei wird eine Person verletzt und 15 Personen müssen aus dem Bus gerettet werden.
Die Berufsfeuerwehr Wien wurde am Nachmittag zu einem Verkehrsunfall am Ende des Eurogate Tunnels (Ausfahrt Gürtel von der A23 Fahrtrichtung Süd kommend) alarmiert. Aus unbekannter Ursache fuhr ein mit 15 Personen besetzter Autobus im Bereich der Tunnelausfahrt des Eurogate Tunnels auf einen Pkw auf.

Durch den Zusammenstoß wurde ein Pkw um die eigene Achse gedreht, gegen einen weiteren Pkw geschleudert und kam letztlich quer auf der rechten Fahrspur zum Stillstand. Infolge des Zusammenstoßes wurde der Pkw-Fahrer im Beinbereich verletzt. Der Buslenker verriss infolge des Aufpralls das Lenkrad und krachte mit der rechten Fahrzeugseite gegen die Tunnelwand. Der Autobus schlitterte noch ca. 10 m die Tunnelwand entlang und kam so knapp zur Tunnelwand zu stehen, dass ein Aussteigen nicht mehr möglich war.

Bei dem Unfall wurde die Druckluftanlage des Busses derart beschädigt, dass der Bus nicht mehr fahrtüchtig
war. Der zweite am Unfall beteiligte Pkw erlitt einen Achsbruch der Hinterachse, aber der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt. Nach Ankunft der Feuerwehr wurden die Unfallfahrzeuge gegen Wegrollen abgesichert, ein Brandschutz aufgebaut und der verletzte Pkw-Lenker bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes betreut. Weiters wurden ausgetretene Betriebsflüssigkeiten der Fahrzeuge mit Universalbindemittel gebunden.
Da aufgrund des Gefälles Dieselkraftstoff in den Tunnel lief, wurden die Fahrzeuge des bereits gebildeten Staus innerhalb von 20m ab der Unfallstelle evakuiert. Anschließend konnten die 15 geschockten Businsassen, welche teilweise leichte Prellungen erlitten hatten, über ein fahrerseitiges Fenster aus dem Bus befreit werden. Die geschockten Personen wurden vom Rettungsdienst notfallmedizinisch versorgt und in weiterer Folge zum Wiener Hauptbahnhof gebracht.

Ein Pkw musste mit einem speziellen Abschleppfahrzeug von der Unfallstelle entfernt werden, während der zweite unfallbeteiligte Pkw von einem Feuerwehrfahrzeug mit Hilfe einer Abschleppkette von der Autobahnabfahrt gezogen werden konnte. Der Autobus wurde von der Feuerwehr provisorisch wieder fahrtüchtig gemacht und konnte die Einsatzstelle anschließend aus eigener Kraft verlassen.

Während des Einsatzes wurden sämtliche Autobahnabfahrten des Knoten Gürtels von der Polizei gesperrt.
Die Fahrbahnreinigung wurde vom Traffic Manager der ASFINAG übernommen. Die Unfallursache ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

