China: 28 Tote bei Brand in Schuhfabrik in Jinjiang
JINJIANG (CHINA): Bei einem schweren Brand in einer Schuhfabrik in Jinjiang in der südostchinesischen Provinz Fujian sind am Donnerstag, 9. Juli 2026, mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer brach in einem mehrgeschoßigen Gebäude der Huiteng Shoes-Fabrik aus. Jinjiang gilt als bedeutendes Zentrum der chinesischen Schuhproduktion.
Nach Angaben chinesischer Staatsmedien befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs insgesamt 239 Personen im Gebäude – 237 Beschäftigte sowie zwei Besucher. 213 Menschen konnten evakuiert oder gerettet werden. Zwei Personen starben später im Krankenhaus, 26 zunächst vermisste Personen wurden später tot aufgefunden.
Die Feuerwehr wurde laut offiziellen Angaben um 12:04 Uhr Ortszeit alarmiert. Das chinesische Ministerium für Katastrophenschutz berichtete, dass 183 Einsatzkräfte mit 35 Fahrzeugen zur Einsatzstelle entsandt wurden. Zusätzlich wurde eine gemeinsame Arbeitsgruppe des Ministeriums und der nationalen Feuerwehrbehörde zur Unterstützung der Einsatzleitung vor Ort geschickt.
Videos und Berichte staatlicher Medien zeigten starke Rauchentwicklung, Flammen an mehreren Gebäudeteilen sowie Menschen, die zeitweise auf dem Dach eingeschlossen waren. Die offenen Flammen waren nach Angaben lokaler Stellen am Nachmittag weitgehend unter Kontrolle; Nachlöscharbeiten und Suchmaßnahmen dauerten jedoch weiter an.
Zur Brandursache gibt es noch keine endgültigen Angaben. Nach ersten Erkenntnissen soll der Brand im Bereich des Erdgeschoßes ausgebrochen sein. Als besondere Gefahr wurden leicht entzündliche Schuhmaterialien und Klebstoffe genannt. Feuerwehrkräfte berichteten außerdem, dass größere Mengen an Gegenständen in Stiegenhäusern die Brandbekämpfung und Rettungsmaßnahmen erschwert haben sollen.
Die Behörden haben Ermittlungen eingeleitet. Verantwortliche des Unternehmens wurden laut chinesischen Medien unter Kontrolle gestellt, Firmenkonten wurden eingefroren. Chinas Staatspräsident Xi Jinping forderte eine rasche Untersuchung der Brandursache und eine strenge Verantwortungsklärung.
