Nö: Denkwürdige Eröffnung des Feuerwehr- & Sicherheitszentrums Kirchberg am Wagram
KIRCHBERG AM WAGRAM (NÖ): Fast 140 Jahre lang hat die Freiwillige Feuerwehr Kirchberg am Wagram kein echtes eigenes Feuerwehrhaus gehabt. Dies hat nun ein Ende: Mit dem neuen Feuerwehr und Sicherheitszentrum bricht geradezu ein neues Zeitalter an. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase über den Sommer fühlten sich die Kameradinnen und Kameraden am Sonntag, dem 13. September 2026 bereit, zur offiziellen Eröffnung und Segnung des „Jahrhundertprojektes“ einzuladen. Geworden ist daraus ein mehr als würdevoller Festakt, der der Bedeutung des Ereignisses gerecht wurde.
Wenn ein derart langersehnter und bedeutungsvoller Bau seiner Bestimmung übergeben wird, lässt sich die Prominenz natürlich nicht zweimal bitten: Auf Einladung von Bürgermeister Franz Aigner und Kommandant Martin Freiberger-Scharl erschienen zuvorderst Landesrat Anton Kasser in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig. Der Nationalratsabgeordnete Johann Höfinger und die Landtagsabgeordneten Doris Hahn und Dieter Dorner wurden von zahlreichen weiteren politischen Vertretern aus dem Bezirk Tulln flankiert.

Eine besondere Freude war es den Veranstaltern, dass NÖ Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner extra einen Segelurlaub in Kroatien verspätet antrat, um dem Festakt in Kirchberg am Wagram beiwohnen zu können. Begleitet wurde Niederösterreichs oberster Feuerwehrchef von Bezirkskommandant Christian Burkhart und dem Abschnittskommando mit Friedrich Stalla, Herbert Würz, Rupert Binder und Katrin Veitl, sowie unzähligen weiteren Funktionären der verschiedenen Ebenen. Präsident des Roten Kreuzes Landesverband Niederösterreich Hans Ebner war ebenso zugegen; Ortsstellenleiter Richard Fitzka vertrat die direkten Nachbarn, Inspektionskommandant Leopold Pfeifer die Polizei. Seitens der Bezirkshauptmannschaft Tulln ließ sich zudem Bezirkshauptmann-Stellvertreter Thomas Markom blicken.

Zusätzlich wurde ein prächtiger Ehrenzug mit über 80 Feuerwehrleuten aus der Umgebung zusammengestellt, der gemeinsam mit dem Musikverein Kirchberg am Wagram einmarschierte und während des gesamten offiziellen Festaktes in Reih und Glied stand. Gesegnet wurden das Feuerwehr und Sicherheitszentrum, ein mächtiges Holzkreuz und eine Statue des Hl. Florian, die der Landesbranddirektor als Gastgeschenk gebracht hatte, vom Kirchberger Pfarrer Maximilian Walterskirchen.
Moderiert wurde die Veranstaltung gekonnt von Medienprofi Fritz Lengauer. Er holte in drei Interviewrunden die geladenen Persönlichkeiten vors Mikro. Ihre Sicht der Dinge erklärten auch Michael Hick und Michael Denk vom Bauführer Profea und Sigi Tatschl, der für die Außengestaltung verantwortlich zeichnete. Wie bei jeder ordentlichen Eröffnung wurde auch beim Feuerwehr und Sicherheitszentrum ein blau-gelbes Band durchschnitten.

Da nun schon derart hochrangige Persönlichkeiten vor Ort waren und sich einige Mitglieder der FF Kirchberg am Wagram bei der Planung und Bauausführung besonders verdient gemacht haben, wurde die Gelegenheit für Ehrungen beim Schopfe gepackt. Konkret erhielten Kommandant Martin Freiberger-Scharl, Kommandantstellvertreter René Schneider, Leiter des Verwaltungsdienstes Jürgen Pistracher, Zugskommandant Christian Dreschkai, Günther Brunhofer und Gerhard Prosl die Verdienstmedaille 3. Klasse in Bronze des NÖ Landesfeuerwehrverbandes.
Im Laufe des Tages wurde das darauf folgende Feuerwehrfest dann geradezu überrannt. Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit auch, um an einer der zahlreichen Führungen durch das Objekt teilzunehmen. Am Nachmittag luden dann befreundete Organisationen zur Leistungsschau. Besichtigt und bestiegen konnte zum Beispiel das A-Boot der Freiwilligen Feuerwehr Altenwörth-Gigging werden. Zusätzlich zeigten der NÖ Zivilschutzverband, Notruf Niederösterreich, das Rote Kreuz und die Polizei ihr Können.

Möglich war der Feiertag nur aufgrund der zahlreichen helfenden Hände aus den eigenen Reihen. Darüber hinaus muss dem Roten Kreuz großer Dank ausgesprochen werden. Deren Kolleginnen und Kollegen trugen am Sonntag Essen und Getränke aus, weil ein Teil der Kirchberger Kameraden mit dem Festakt, der Betreuung der Ehrengäste und den Führungen beschäftigt waren. Nicht zuletzt ein Danke an Walter Kvapil, der die Stunden, die lange in Erinnerung bleiben werden, fotografisch festhielt.
Freiw. Feuerwehr Kirchberg am Wagram


