Wien: Geschoßdecken von drei übereinander liegenden Wohnungen eingestürzt → heikler Großeinsatz
WIEN, 1. BEZIRK: Am späten Abend des 20. September 2026 kam es in der Färbergasse im ersten Bezirk zu einem Teileinsturz in einem Gebäude. Die Geschoßdecken von insgesamt drei übereinanderliegenden Wohnungen waren eingestürzt und kamen als Trümmer- und Schuttkegel im Erdgeschoß zu liegen. Drei Personen waren unmittelbar betroffen und mussten von der Berufsfeuerwehr gerettet werden.
Bei der Ankunft der um 22.33 Uhr alarmierten Einsatzkräfte aus der nahegelegenen Zentralfeuerwache war bereits durch die Staubentwicklung ein größeres Ausmaß zu erahnen. Beim Vordringen in das Gebäude machten sich bereits zwei Personen im Innenhof an den Fenstern bemerkbar. Ein Mann im ersten Obergeschoß gab zu verstehen, dass er eigentlich im obersten Stockwerk wohnt und er und seine Frau abgestürzt wären, aber nur er selbst sich an das Fenster retten konnte.
Eine weitere Frau im zweiten Obergeschoß hatte Glück und befand sich zum Zeitpunkt des Einsturzes in einem Gebäudeteil, der nicht betroffen war. Beide Personen konnten rasch mit einer Schiebleiter gerettet werden. Bei der weiteren Erkundung stellten die Einsatzkräfte dann fest, dass sämtliche Geschoßdecken von drei Stockwerken eingebrochen waren und sich ein riesiger Trümmer- und Schuttkegel im Erdgeschoß gebildet hatte.

Sofort wurde auf Alarmstufe 2 erhöht und entsprechende Spezialkräfte wie die Rettungshunde und Schallortungsgruppe des Katastrophenhilfsdienstes Wien nachalarmiert. Im zweiten und dritten Stock wurden die Wohnungstüren entfernt, um von oben auf den Trümmerkegel zu gelangen und mit der Suche der abgestürzten Frau beginnen zu können. Nachdem die Außenmauern und das Dach des Gebäudes, sowie unzähligen lose Teile noch einsturzgefährdet waren, musste mit größter Vorsicht vorgegangen werden.
Die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Wien konnten sich zu der teilverschütteten Person abseilen, diese lokalisieren und mit der Versorgung und Rettung beginnen. Währenddessen wurde von weiteren Einsatzkräften das übrige Gebäude evakuiert und auf Grund der bestehenden Gefahr auch umliegende Gebäude geräumt. Parallel dazu wurde im betroffenen Gebäude Gas, Wasser und Fernwärme abgedreht, um eine zusätzliche Gefährdung zu verhindern.

Nach der notfallmedizinischen Erstversorgung der abgestützten Frau durch die Berufsrettung Wien wurde mit der äußerst gefährlichen und aufwendigen Rettung durch die Berufsfeuerwehr Wien begonnen. Die Befreiung der Verschütteten war teilweise mühevolle, händische Kleinarbeit, es mussten aber auch große Gebäude- und Deckenteile entfernt werden. Die Arbeiten fanden unter größter Gefahr statt, direkt über der Verschütteten drohte eine Couch abzustürzen und andere instabile Bauteile stellten eine zusätzliche Gefahr dar. Die Rettungskräfte arbeiteten unter höchster Anspannung und mussten ständig abgelöst werden, um die kräfteraubende Arbeit zu bewältigen.
Nach ca. drei Stunden konnte die Frau schließlich befreit und mit einer Rettungswanne und einer Motorakkuwinde in den zweiten Stock gehoben werden und von dort über das Stiegenhaus ins Freie gebracht werden. Nach einer weiteren notfallmedizinischen Versorgung in der Zentralfeuerwache konnte die Dame hospitalisiert werden. Die Berufsrettung Wien versorgte insgesamt 17 Personen aus dem direkt betroffenen und den umliegenden Gebäuden.

Nach rund sechs Stunden wurde der Einsatz von ca. 26 Fahrzeugen und ca. 100 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr Wien und dem Katastrophenhilfsdienstes Wien beendet.
Meldung der Polizei vom 1. Tag: Wien: Frau bei Teileinsturz eines Gebäudes schwer verletzt
Update der Polizei
Wie bereits berichtet, kam es am Abend des 20. September 2026 aus derzeit unbekannter Ursache zu einem Teileinsturz eines Mehrparteienhauses in der Wiener Innenstadt.Dabei wurde eine 57-jährige Hausbewohnerin schwer verletzt und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Zwei weitere Bewohner, ein 60-jähriger Mann und eine 88-jährige Frau, erlitten leichte Verletzungen. Die drei Verletzten wurden zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.
Die Polizei nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Gemeingefährdung auf. Im Zuge der weiteren Erhebungen ergab sich, dass eine 85-jährige Hausbewohnerin weder unter den evakuierten Personen noch an ihrem Nebenwohnsitz angetroffen werden konnte. Daraufhin wurden umgehend weitere Maßnahmen eingeleitet. Derzeit laufen im teilweisen eingestürzten Gebäude weitere Arbeiten durch die Feuerwehr. Dabei wird insbesondere geprüft, ob sich die abgängige Hausbewohnerin noch unter den eingestürzten Gebäudeteilen befinden könnte. Die Einsatzkräfte arbeiten weiterhin mit Hochdruck.
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