D: Drehleiter-Hinterachsverlust im Hochwasser

GEILENKIRCHEN (DEUTSCHLAND): Als wäre das Hochwasser in Deutschland Mitte Juli 2021 nicht schon Herausforderung genug. Wenn sich dann noch dringende Einsätze ins Geschehen mischen, wo auch die Drehleiter erforderlich ist und diese sich durch überflutetes Gebiet bewegen soll, dann wird’s kritisch und eine besondere Herausforderung für Mensch und Maschine.

So der Fall gewesen ist es am 15. Juli 2021 im deutschen Geilenkirchen (wurde anfangs mit Gelsenkirchen verwechselt). Der versierte Maschinist war mit der Drehleiter zu einem Einsatz unterwegs und dürfte dann jedoch die Gegebenheiten im überfluteten Straßenbereich etwas verschätzt haben. Es kommt zu einer Kollision des Fahrzeuges (vermutlich mit Randbegrenzungen. Dies hat einen schweren Schaden an der Hinterachse der Drehleiter zur Folge.

ACHTUNG: Es handelt sich um GEILEN- und NICHT GELSENKIRCHEN!

Aber in Anbetracht der katastrophalen Auswirkungen der Überflutungen im Verhältnis ein Schaden, der sich reparieren lässt. Eine Kommentar auf YouTube zufolge war es ein ungesicherter Kanaldeckel. Im späteren Verlauf wurden auf die Deckel Betonklötze gesetzt.

Polizeiinfo: Zwei leblose Personen in Keller gefunden

Am Donnerstag, 15. Juli, wurden gegen 15.30 Uhr im überfluteten Keller eines Hauses an der Straße An den Schlosswiesen zwei leblose Personen aufgefunden. Rettungskräfte konnten beiden, trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen, nicht mehr helfen. Sie verstarben noch am Einsatzort. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich um die beiden 74 und 78 Jahre alten Bewohner des Hauses. Die Polizei nahm die Ermittlungen dazu auf, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Diese dauern zurzeit noch an.

Polizeiinfo: mehrere Personen aus Wurm gerettet

Gegen 20.20 Uhr wurden in der Wurm bei Zweibrüggen mehrere Personen im Wasser entdeckt, die zu ertrinken drohten. Die Feuerwehr konnte drei Menschen in Sicherheit bringen. Es handelte sich um zwei Männer und eine Frau aus Übach-Palenberg. Diese sind nach ersten Erkenntnissen schwer verletzt und wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Eine weitere Person wurde ebenfalls in der Nähe aufgefunden, im Rettungswagen medizinisch behandelt und entfernte sich dann fußläufig, bevor ihre Personalien festgehalten werden konnten. Erste Ermittlungen ergaben, dass die Personen offenbar zuvor in zwei Booten aus Richtung Merkstein auf der Wurm unterwegs waren. Wie viele Menschen sich insgesamt in den Booten befanden, ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht bekannt. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei suchen deshalb nach weiteren möglichen Verletzten.

Die Polizei warnt

Bringen Sie sich nicht selbst und andere Menschen nicht in Gefahr – bleiben sie zuhause und unterstützen Sie auf diese Weise die Arbeiten der Rettungskräfte im Kreis Heinsberg. Die Flüsse sind durch die Regenfälle so stark angestiegen, dass es lebensgefährlich ist, sich in die Nähe zu begeben oder sie gar mit Booten zu befahren.

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