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Sbg: EU-Modul-Übung der Wasserrettung im Flachgau

FLACHGAU (SBG): Gegen Ende Oktober 2026 fand im Flachgau eine groß angelegte EU-Modul-Übung der Wasserrettung statt. Insgesamt waren fünf Bundesländer beteiligt, die gemeinsam die österreichische Einheit von Vorarlberg bis Wien bilden. Der Landesverband Salzburg war mit Strömungsrettern und Hochwasserbooten vertreten. Insgesamt nahmen rund 45 Einsatzkräfte an der Wasserrettungsübung teil.

Am Samstagvormittag, 24. Oktober 2026, trafen sich die Einsatzkräfte im Bereitstellungsraum bei der Straßenmeisterei Seekirchen. Nach der ersten Zusammenkunft und Koordination verlegten die Trupps nach Seeham. Dort wurde beim Basecamp mit dem Aufbau einer Zeltstadt begonnen, die als zentrale Anlaufstelle und Versorgungsbasis für einen 24-stündigen Einsatz diente.

Der Aufbau und Betrieb eines solchen Basecamps stellt hohe Anforderungen an die Einsatzkräfte. Neben der Errichtung der Infrastruktur müssen die Versorgung, die Organisation der Mannschaften sowie die Koordination der eingesetzten Ressourcen sichergestellt werden. Gerade bei länger andauernden Einsatzlagen ist eine funktionierende Basis entscheidend, um die Einsatzbereitschaft über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten.

Am Nachmittag folgte eine groß angelegte Einsatzübung gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Roten Kreuz. Als Szenario wurde ein Brand auf einem Ausflugsschiff angenommen. Die Einsatzkräfte mussten insgesamt 46 Personen aus der Gefahrenlage evakuieren. Dabei standen die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen, die Koordination der Rettungsmaßnahmen und die Kommunikation zwischen den eingesetzten Kräften im Mittelpunkt.

Die Übung erstreckte sich bis in die Abendstunden und wurde schließlich bei Dunkelheit abgeschlossen. Gerade bei eingeschränkten Sichtverhältnissen sind eine klare Aufgabenverteilung, eine funktionierende Kommunikation und ein abgestimmtes Vorgehen besonders wichtig. Solche realitätsnahen Szenarien ermöglichen es, bestehende Abläufe zu überprüfen und die Zusammenarbeit unter anspruchsvollen Bedingungen weiter zu verbessern.

Ein besonderer Schwerpunkt der diesjährigen Übung lag auf dem Aufbau und Betrieb der Zeltstadt sowie auf der Führungsstruktur und der Einsatzleitung. Diese Aufgaben wurden durch den Landesverband Tirol und den Landesverband Kärnten übernommen. Dadurch konnten wichtige Erfahrungen im Bereich der Einsatzführung, der Koordination und der Organisation eines länger andauernden Einsatzes gesammelt und gemeinsam weiterentwickelt werden.

EU-Module sind ein wesentlicher Bestandteil der überregionalen Katastrophenhilfe. Sie ermöglichen es, Einsatzkräfte und Spezialausrüstung verschiedener Bundesländer zusammenzuführen und bei größeren Schadensereignissen gemeinsam einzusetzen. Damit diese Zusammenarbeit im Ernstfall reibungslos funktioniert, sind regelmäßige Übungen, klare Führungsstrukturen und ein gegenseitiges Verständnis für die Abläufe der beteiligten Organisationen unerlässlich. Die gewonnenen Erfahrungen sind ein wichtiger Beitrag, um die Einsatzfähigkeit der Wasserrettung weiter zu stärken und für zukünftige Herausforderungen bestmöglich vorbereitet zu sein.

Wasserrettung Landesverband Salzburg

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