Übungen

Stmk: Alarmstufe V → Großübung forderte Feuerwehren im schwierigen Gelände

BEREICH KNITTELFELD (STMK): 85 Feuerwehrmitglieder und zehn Einsatzfahrzeuge standen laut Info des Bereiches Knittelfeld vom 24. Oktober 2026 bei einer groß angelegten Übung im Einsatz. Ein Forstmaschinenbrand, mehrere Menschen in Gefahr und eine drohende Ausbreitung des Waldbrandes stellten die Einsatzkräfte vor zahlreiche Herausforderungen.

Ein anspruchsvolles Szenario und herausfordernde Bedingungen erwarteten die Feuerwehren bei einer Alarmstufe-V-Übung mit den Feuerwehren Großlobming, Kleinlobming, Apfelberg und Knittelfeld sowie der Betriebsfeuerwehr ÖBB. Auch Mitglieder der Feuerwehr Bischoffeld und St. Margarethen unterstützten die Übung mit spezieller Waldbrandausrüstung. Als Übungsbeobachter verfolgten Brandrat Harald Pöchtrager und Abschnittsbrandinspektor Christoph Leitner das Geschehen.

Insgesamt 85 Feuerwehrmitglieder mit zehn Einsatzfahrzeugen waren gefordert, die verschiedenen Aufgaben zu bewältigen und die Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte unter Beweis zu stellen.

Menschenrettung und Schutz der Infrastruktur

Ausgangspunkt des Übungsszenarios war ein Brand einer Forstmaschine. Dabei galt es, eine eingeklemmte Person zu retten und gleichzeitig eine weitere Ausbreitung des Vegetationsbrandes zu verhindern. Zusätzlich musste eine Person geborgen werden, die in unwegsamem Gelände abgestürzt war.

Doch nicht nur die Menschenrettung stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen. Durch die angenommene Brandausbreitung waren auch wichtige Infrastruktureinrichtungen bedroht. Eine großflächige Photovoltaikanlage sowie der Hochbehälter der Trinkwasserversorgung mussten geschützt werden. Die Übung zeigte damit eindrucksvoll, wie vielfältig die Aufgaben bei einem Vegetationsbrand sein können und wie wichtig eine rasche, koordinierte Vorgehensweise ist.

Löschwasser über 700 Meter und 120 Höhenmeter

Eine der größten Herausforderungen stellte die Löschwasserversorgung dar. Das Wasser musste aus einem Bach entnommen und über eine rund 700 Meter lange Zubringleitung sowie 120 Höhenmeter zum Einsatzgebiet gefördert werden. Dafür kamen vier Tragkraftspritzen zum Einsatz.

Ergänzend wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, um die Wasserversorgung im anspruchsvollen Gelände sicherzustellen. Gerade bei Wald- und Vegetationsbränden ist eine ausreichende und kontinuierliche Wasserzufuhr entscheidend, um eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern.

Zur Erkundung der Lage wurde außerdem eine Drohne eingesetzt. Sie ermöglichte es, das Einsatzgebiet aus der Luft zu überblicken und die Einsatzleitung bei der Beurteilung der Situation zu unterstützen.

Zusammenspiel der Einsatzkräfte im Mittelpunkt

Die Einsatzleitung lag bei Brandinspektor Andreas Kobelmüller. Eine zentrale Aufgabe bestand darin, die unterschiedlichen Einsatzabschnitte zu koordinieren, die verfügbaren Ressourcen gezielt einzusetzen und die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren sicherzustellen.

Neben der Menschenrettung und der Brandbekämpfung standen vor allem die Vegetationsbrandbekämpfung, die Wasserversorgung unter schwierigen Bedingungen sowie der Schutz gefährdeter Infrastruktur im Mittelpunkt. Die Alarmstufe-V-Übung bot den beteiligten Feuerwehren eine wichtige Gelegenheit, die Abläufe bei einem komplexen Schadensereignis zu trainieren.

Bereichsfeuerwehrverband Knittelfeld

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert