Bayern: Aufwendige Rettung eines Lenkers nach Oslo-Methode aus Unfall-Autobus in München
MÜNCHEN (BAYERN): Am Morgen des 5. November 2026 ist es in München zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 99 zwischen einem Lkw und einem Bus gekommen. Der Fahrer des leeren Linienbusses war nicht schwerverletzt, musste jedoch durch die Feuerwehr aufwendig befreit werden.
Ein unbesetzter Linienbus ist aus bisher ungeklärter Ursache mit einem Sattelauflieger kollidiert, wodurch das Fahrzeug so stark beschädigt wurde, dass ein Lenken und Bremsen nicht mehr möglich war. Ob die Ursache der Kollision einen technischen oder medizinischen Ursprung hat, ist der Branddirektion nicht bekannt. Der Bus kollidierte mit der Leitplanke und kam erst nach mehreren hundert Metern auf der linken Spur zum Stehen.

Der eingeschlossenen Fahrer wurde durch die Feuerwehr in einer aufwändigen technischen Rettung befreit und dem Rettungsdienst übergeben. Hierbei wurde die sogenannte Oslo-Methode, auch Kettenrettung genannt, angewendet. Diese Methode ist ein spezielles Verfahren bei dem stark verformte Fahrzeugteile mithilfe von Ketten und Seilwinden kontrolliert auseinandergezogen werden, um Platz für die Rettung zu schaffen.

Der Busfahrer wurde vorsorglich in eine Münchner Klinik transportiert. Der Verkehr auf der Autobahn war für rund eine Stunde stark beeinträchtigt. Zur Unfallursache liegen der Feuerwehr keine näheren Informationen vor. Die Ermittlung wird von der Polizei übernommen. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist der Feuerwehr nicht bekannt.


Diese Methode fand in den 1990er Jahren zu Zeiten der schweren Unfälle bei uns in der Feuerwehr immer wieder in Anwendung. Fand (anfangs) außerhalb unserer Feuerwehr nicht immer nur Freunde – später dann doch. Aber sie war effektiv. Auseinanderziehen, wie es gequetscht worden ist.