Fahrzeuge

Neues Kleinschlauchfahrzeug für die FF Ried

Zu Jahresbeginn wurde bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Ried im Innkreis ein neues Löschfahrzeug in den Dienst gestellt. Es handelt sich um ein Kleinschlauchfahrzeug (KSF). Auf Grund der Brandbekämpfungsverordnung des Landes OÖ ist das Stadtgebiet in die Klasse 5b eingereiht, weshalb die Feuerwehr mit einem Kleinschlauchfahrzeug ausgerüstet sein muss.

Die Feuerwehr Ried i.I. war bereits seit längerer Zeit auf der Suche nach einem kleinen, wendigen Erstangriffsfahrzeug für Fahrzeug- und Zimmerbrände. Besonders zu den Hauptverkehrszeiten kommt es in der Innenstadt von Ried i.I. täglich zu Stauungen, weshalb ein rasches Vorwärtskommen der großen Tanklöschfahrzeuge oft nur sehr schwer möglich ist. Seitens des Landesfeuerwehrkommandos sind aber für kleine Tanklöschfahrzeuge derzeit keine Förderungen vorgesehen. Um aber für die Gemeinde und die Feuerwehr ein möglichst günstig finanzierbares Fahrzeug beschaffen zu können, wurde vom Kommando der FF Ried der Beschluss gefasst ein Kleinschlauchfahrzeug anzukaufen. Dieses Fahrzeug ist so adaptiert worden, dass heckseitig ein Wechselblocksystem eingebaut ist, mit dem verschiedene Absetzblöcke getauscht werden können.
Derzeit stehen folgende Komponenten zur Verfügung: Schnellangriffsvorrichtung, Marke Rosenbauer UHPS (Ultr-High-Presure-System) mit 150 Liter Wassertank, 60 Meter Schlauch auf Haspel, Schaumzumischung. Schlauchblock mit 720 Meter B-Druckschläuchen und diversem Schanzwerkzeug Saugstellenabsetzblock – auf diesem ist die gesamte Ausrüstung für die Wasserentnahmestelle mitsamt der Tragkraftspritze enthalten. Die Blöcke wurden vom Gerätewart derart adaptiert, dass sie auf Rollen gestellt werden können. Somit kann speziell der Schnellangriffsblock bei einem Einsatz auch in ein Gebäude geschoben werden. Eine weitere Aufnahmevorrichtung wurde in ein bereits vorhandenes Kleinlöschfahrzeug eingebaut. So ist jederzeit gewährleistet, dass der jeweils benötigte Absetzblock umgehend an die Einsatzstelle transportiert werden kann. Um für den Einsatz mit der UHPS Anlage umfangreich einsatzbereit zu sein, wurden im Fahrzeug 2 Atemschutzgeräte montiert. Weiters ist ein Klapptisch an der Rücksitzbank montiert um sich bei Einsätzen einer kleinen Besprechungsmöglichkeit bedienen zu können. Als Fahrgestell dient ein Mercedes Benz Sprinter 416 CDI /4×2. Aufgebaut wurde das Fahrzeug von der Firma Rosenbauer im Werk St. Pölten. Technische Daten: 5-Zylinder Dieselmotor mit Abgasturbolader und Ladeluftkühler, 156 PS, 5 Gang Getriebe, Radstand 3550 mm, Höchstzulässiges Gesamtgewicht von 4.900 kg. Besatzung: 1 + 4 Ausrüstung: Bei Verwendung des Schlauchblockes insgesamt 1000 Meter B-Druckschläuche, 90 Meter C-Druckschläuche, wasserführende Armaturen, Schanzwerkzeug, 2 AS – Geräte Dräger PA96Plus mit Bodyguard, Atemschutzreserveflaschen, Notrettungsset, 2 P6-Feuerlöscher, 3 Ex-geschützte Handscheinwerfer.

Am Dach ist eine 4 teilige Steckleiter mit Verbindungsteil moniert, weiters 2 Paar Schlauchbrücken. Eine Verkehrsleiteinrichtung ist am Heck montiert. Die Fahrzeugumgebung kann mit einer Umfeldbeleuchtung ausgeleuchtet werden.

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