16 Verletzte bei Zugsunfall
Zell am See (Sbg): 16 Verletzte forderte Mittwochabend ein Zugsunglück im Bahnhofsbereich von Zell am See. Eine Garnitur des „Salzach-Sprinters“ war auf eine Gleisbaumaschine aufgefahren. Ursache für das Unglück dürfte eine falsch gestellte Weiche sein.
Nach Angaben der ÖBB von Donnerstagfrüh wurden bei der Kollision am Vorabend insgesamt 16 Personen verletzt, drei von ihnen schwer. Bei vier der Verletzten soll es sich um Mitarbeiter der ÖBB handeln, darunter der Lokführer sowie drei Bedienstete, die bei der Gleisbaustelle beschäftigt waren. „Der Verletzungsgrad reicht von Platz- und Schürfwunden hin zu Schulterverletzungen und einer Gehirnerschütterung“, sagt ÖBB-Sprecher Johannes Gfrerer. Bei der Kollision um 19.18 Uhr wurde die Gleisbaumaschine vom Pendlerzug gerammt und wegggeschleudert.
„Sie müssen sich vorstellen, dass der Personenzug etwa mit 30 km/h Einfahrt im Bahnhof Zell am See hatte, während das Arbeitsgerät auf den Gleisen stand“, erzählt Einsatzleiter Kurt Reiter, „200 Tonnen mit 30 km/h wirkt wie eine Kugel, die auf ein stehendes Hindernis aufprallt und die Maschine nach hinten wirft.“ Die Ursache für die Kollision dürfte eine falsch gestellte Weiche sein, sagt Franz Michl von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See: „Um 19.15 dürfte dieses Schienenfahrzeug eine gewisse Schaltung bei einer Weiche gemacht haben, sodass der hereinkommende Zug falsch geleitet wurde und auf dieses Schienenfahrzeug seitwärts aufgefahren ist.“
Die Kriminalabteilung der Gendarmerie hat die Ermittlungen aufgenommen, auch eine ÖBB-Kommission untersucht das Unglück. Am Donnerstag sollen Zeugen vernommen und der Fahrtenschreiber der Lokomotive ausgewertet werden. 150 Feuerwehrmänner, Notärzte, Rot-Kreuz-Sanitäter und Gendarmen waren nach dem Zusammenstoß im Einsatz. Die Bahnstrecke dürfte bis Donnerstagvormittag unterbrochen sein.
