Technisch

Schwerer Lkw-Unfall auf der A9

Kammern (Stmk): Durch den starken Schneeeinfall während der ganzen Nacht wurde die Freiwillige Feuerwehr Kammern am 24. Oktober 2003 um 04.10 Uhr durch Florian Leoben zu einem „Verkehrsunfall Pkw mit eingeklemmter Person auf der A9 ca. 1km vor der Raststation Kammern“ gerufen.

Bereits 5 Minuten später rückte das LFB-A Kammern mit 8 Mann, darunter Einsatzleiter HBI Josef HAAS, zum Unfallort aus. Aufgrund der nicht exakt definierten Richtung fuhr das LFB-A nach Norden, wobei die mitalarmierte FF Mautern die A9 Richtung Süden fuhr. Auf Höhe der Unfallstelle stellte der Einsatzleiter fest, dass es sich um einen Verkehrsunfall mit einem Sattelzug handelt. Dabei wurde erst das Ausmaß des Unfalles ersichtlich. Der Sattelzug lag auf dem Dach, wobei die Zugmaschine voran über die Böschung hinunter hing. Das Heck des Sattels ragte ca. 1m in die 1. Fahrspur sowie ca. 1m über den Boden.

Rotes Kreuz sowie Notarzt waren bereits vor Ort. Beim Eintreffen der beiden Feuerwehren wurde die schwer verletzte Fahrerin aus Ihrer misslichen Lage befreit und dem Notarzt übergeben. Weiters wurde durch die Unfallstelle weiträumig abgesichert sowie der ausgeflossene Treibstoff gebunden. Aufgrund des vollen Dieseltankes musste ebenfalls GSF Göss über Florian Leoben nachalarmiert werden. Diese begann nach Eintreffen am Einsatzort sofort mit den Umpumparbeiten, welche sich schwer gestalteten.

Eine Bergung des Sattelzuges konnte nur mit Spezialkräften durchgeführt werden. Für die Feuerwehr Kammern und Mautern endete der Einsatz um 06.00 Uhr früh.

Eingesetzt waren: FF Kammern – TLFA2000 und LFBA – 12 Mann
FF Mautern – KRFS, KLFA und TLF40000 – 14 Mann
Rotes Kreuz, NAW und RTW , 5 Mann
Autobahngendarmerie St. Michael – 2 Mann.

Anm.: Die 1. Fahrspur war bis ca. 13.00 Uhr desselben Tages gesperrt. Nach Eintreffen von 2 Stk. Geländekranen der Fa. PANGL wurde die A9 ab 13.30 Uhr für ca. 2,5 Stunden komplett gesperrt. Nur so konnte eine gezielte und sichere Bergung durchgeführt. Die Autobahn Fahrtrichtung Süden war ab 16.00 Uhr wieder für den gesamten Verkehr frei befahrbar.

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