Öleinsatz am Traunfluss
Bad Goisern: Während der Befüllung der Heizöltanks in der Kuranstalt Hanuschhof in Bad Goisern kam es am Nachmittag des 22. Dezember 2003 zum Austritt von Heizöl. Über eine Entlüftung der Tanks gelangte aus bislang unbekannter Ursache eine derzeit nicht feststellbare Menge Heizöl in die darunter liegende Regenwasserkanalisation.

Als die verständigten Einsatzkräfte der Feuerwehr Bad Goisern den Verlauf der Kanalisation erkundeten, musste festgestellt werden, dass bei der Einmündung der Rohrleitung in den Traunfluss Heizöl ausgetreten war. Sofort wurde von den Feuerwehrmännern eine Ölsperre errichtet, um eine weitere Ausbreitung des Mediums zu verhindern. Mittels Bindemittel und speziellen Saugtüchern wurde das an der Wasseroberfläche treibende Heizöl auf einer Länge von rund 200 Metern im Uferbereich gebunden und in Behälter abgeschöpft.
Erschwerend war für die Goiserer Feuerwehrmänner bei diesem Einsatz nicht nur heftiger Schneefall sondern auch das steile, unwegsame Ufergelände, über das die benötigten Gerätschaften erst mühsam zur Einsatzstelle transportiert werden musste. Gegen 18.00 Uhr wurde der Einsatz vorläufig beendet, wobei in den nächsten Tagen sicherlich noch weiteres Abschöpfen von nachfließendem Öl notwendig werden wird.
Update:
Wie bereits im Einsatzblock 9 berichtet, gelangte beim Abfüllen von Heizöl am Montag, 22. Dezember, Heizöl in die Traun. Von der alarmierten Feuerwehr Bad Goisern wurden Erstmaßnahmen gesetzt, die notwendig und in der gesetzten Weise auch geeignet waren, eine weitere Ausweitung des Schadens zu verhindern. Dies wurde im Rahmen eines Lokalaugenscheines am 23. Dezember durch Fachorgane vom Amt der OÖ Landesregierung festgestellt. Mittlerweile stehen die Kameraden der FF Bad Goisern bereits den 4. Tag im Einsatz, um den eingegrenzten Uferbereich von den Ölverschmutzungen zu reinigen. Am 23. Dezember wurde über Auftrag der Behörde dann noch zusätzlich eine 50 Meter lange Ölsperre im Gewässer angebracht. Bis in die Nachmittagsstunden des 24. Dezember waren die Männer damit beschäftigt, in mühevoller Arbeit Steine und Schotter im Uferbereich fein säuberlich mit einem Hochdruckrohr von den Ölverschmutzungen zu reinigen. Aufschwimmendes Heizöl wurde immer wieder gebunden, in Behälter abgeschöpft und in Kräfte raubender Arbeit über die steile Uferböschung zu einem Sammelbehälter transportiert. Von den Feuerwehren Ebensee, Altmünster und der Straßenmeisterei wurden Materialien zur Ölschadensbekämpfung geliefert, da die bei der FF Bad Goisern gelagerten Güter bereits verbraucht worden waren.
Auch am 25. Dezember waren die Einsatzkräfte am Vormittag unterwegs, um Ölbindevlies auszulegen und kontaminiertes Bindemittel abzuschöpfen. Denn schließlich wollen die Feuerwehrmänner dafür sorgen, dass nach der Beendigung dieses Einsatzes der ursprüngliche Zustand in dem Gewässer wieder hergestellt ist. Und sei es, dass man auch in der „besinnlichen Weihnachtszeit“ mit Watstiefel bei Temperaturen um -10° Celsius im Wasser steht und den Geruch von Heizöl in der Nase hat. Ein endgültiges Ende des Einsatzes lässt sich derzeit noch nicht abschätzen, denn die gesetzten Ölsperren dürfen erst nach Beendigung aller Sanierungsmaßnahmen entfernt werden, so der Auftrag der Behörde.
