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Kabelbrand wurde zum Flammen-Inferno

Graz (Stmk): Ein harmloser Kabelbrand hat sich in der Nacht auf Sonntag zu einem gefährlichen Großbrand entwickelt. Die Feuerwehr konnte sechs Menschen aus den Flammen retten.

Gegen 23.30 Uhr ging bei der Feuerwehr ein Notruf ein. Der Anrufer, ein etwa 60 Jahre alter Mann, sprach von einem Kabelbrand in seiner Wohnung in der Grazer Maygasse. Die Feuerwehr riet dem Mann, die Wohnung so schnell wie möglich zu verlassen.

Zwei Minuten später waren die Feuerwehrmänner am Einsatzort. Das Dachgeschoss des Wohnhauses war stark verraucht. Der Mann lag auf dem Gang vor seiner Wohnung, so Einsatzleiter Karl Gruber von der Grazer Feuerwehr: ‚Er war so halb bei Bewusstsein aber er war durch den Rauch stark benommen. Meine Kollegen haben ihn dann über die Schulter gehängt und heraus getragen und unter schwerem Atemschutz in den Erdgeschossbereich gebracht und dort wurde er von der Rettung dann bestens versorgt‘, sagt Gruber.
Doch als die Feuerwehrmänner die Tür zur Wohnung aufmachen, schießen plötzlich die Flammen in die Höhe, erklärt Gruber: ‚Und dann hat es also den sprichwörtlichen Flashover gegebnen und der Rauch und die ganzen Brandgase haben durchgezündet und schlagartig ist die Wohnung in Vollbrand gestanden. Aufgrund der baulichen Umstände dort ist der Brand aus dem Raum in das darüber befindliche Dach durchgebrochen‘, schildert Gruber. Die Bewohner des Dachgeschosses rannten zu den fenstern und schrieen um Hilfe.

Die Feuerwehr musste fünf Personen mit Leitern aus dem brennenden Haus holen. Alle wurden wegen Rauchgasvergiftungen behandelt. Jene Menschen, die durch den Brand ihr Dach über dem Kopf verloren haben, werden in Ersatzwohnungen beziehungsweise in Notschlafstellen untergebracht.

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