Pkw von Zug mitgeschleift und zermalmt
Ebreichdorf (Nö): Ein Pkw wurde am 21. August 2004 auf einem Bahnübergang von einem Zug mit ca. 120 km/h erfasst und über 500 m mitgeschleift. Das Fahrzeug wurde dabei vom Zug völlig zermalmt und unter die Zugsgarnitur gequetscht.
Die alarmierten Feuerwehren Ebreichsdorf, Unter-Waltersdorf und Weigelsdorf verständigten folglich das Kranfahrzeug der FF Mödling, da ohne schwerem Gerät kein Zugang zum Fahrzeug und zur Leiche des Lenkers möglich war.
Mit dem Schwerkran der FF Mödling gelang es schließlich, die Lokomotive anzuheben und das nur noch aus einem Blechknäuel bestehende Fahrzeug zu bergen.

Ergänzung vom BFK-Mödling, Gottfried Bauer:
Auf einem beschrankten Bahnübergang der Pottendorfer Linie bei Ebreichsdorf wurde Samstag früh das Auto eines 79jährigen Pensionisten von einem Triebwagenzug der ÖBB erfasst. Das Auto war bei sich schließendem Schranken auf die Gleise gefahren, nur Sekunden später wurde es von dem mit 120 km/h herannahenden Zug erfasst. Der notgebremste Triebwagen schob den Pkw mehr als 300 Meter vor sich her, erst kurz vor dem Stillstand verkeilte sich das Auto unterhab des Zuges. Die örtlich zuständigen Feuerwehren Ebreichsorf, Unterwaltersdorf und Weigelsdorf setzten zur Befreiung des eingeklemmten Lenkers hydraulische Rettungsgeräte ein.

Gleichzeitig wurde Kran Mödling zur Unterstützung angefordert. Bei Eintreffen des Kran- und des Kranbegleitfahrzeuges der FF Mödling war der Pkw-Lenker bereits geborgen, jedoch konnte vom Notarzt nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. In der Folge begann eine schwierige Bergungsaktion, bei der Fingerspitzengefühl und höchste Präzision erforderlich waren. Der 40 Tonnen schwere Triebwagen musste vom Kran angehoben werden, dabei war größte Vorsicht geboten, um die intakte Oberleitung nicht zu beschädigen. Es gelang, den Triebwagen so weit anzuheben, dass das völlig deformierte Autowrack mittels Seilwinde unter dem Zug hervorgezogen werden konnte. Es wurde anschließend mittels Kran auf einen beigestellten Lkw verladen. Nach mehr als vier Stunden war dieser schwierige Feuerwehreinsatz beendet.
Von der FF Mödling waren fünf Mann und zwei Fahrzeuge eingesetzt.
