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Bootsunfall – Vermutlich alle 6 Passagiere tot

Nach dem Schiffsunfall beim Kuchelauer Hafen in Wien – siehe übernächster Beitrag hier – werden immer noch vier Menschen vermisst. Das Unglücksschiff liegt offenbar in der Nähe der Unfallstelle an der Grenze zwischen Wien und NÖ.

Die Donnerstagabend nach der Kollision mit einem Schubverband gesunkene ‚Grein‘ ist Freitagvormittag, 5.11.2004, mit Sonar geortet worden. Der ehemalige Schleppkahn liegt offenbar in der Nähe der Unfallstelle ungefähr an der Grenze von Wien und Niederösterreich. Er soll nach Angaben der Gendarmerie mit Stahlseilen fixiert werden. Taucher der WEGA und der Feuerwehr befanden sich an Ort und Stelle. Wegen der starken Strömung war ein gefahrloses Vordringen zu dem Schiff vorerst nicht möglich. Daher sollten zunächst so genannte Strömungsschilde als Barriere errichtet werden. Ob sich die vier Vermissten in dem Wrack befinden, war zunächst nicht klar.
Die Identität dieser Toten ist noch nicht vollständig geklärt. Man kennt sie definitiv nur von einem Mann, er stammt aus dem Burgenland. Ob auch der 60-jährige Niederösterreicher, der zum Zeitpunkt des Unglücks an Bord war, bereits tot ist oder noch vermisst wird, kann laut Oberst Franz Polzer von der Kriminalabteilung Niederösterreich noch nicht gesagt werden. ‚Der Kapitän des Schubschiffes war einfach machtlos. Bereits in der Dunkelheit stiessen die beiden Schiffe zusammen und im nächsten Augenblick wurde das kleinere Boot unter den Schlepperkahn gedrückt und in die Tiefe gerissen,‘ sagte Franz Polzer von der niederösterreichischen Kriminalabteilung. Die Chancen, dass die vier Vermissten noch am Leben sind, werden als relativ gering eingeschätzt. Nach Angaben der Polizei beträgt die Wassertemperatur der Donau nur elf Grad.
Ursprünglich planten acht Männer den Ausflug, zwei gingen aber frühzeitig von Bord, was ihnen das Leben rettete. Bei der Rückfahrt von Korneuburg nach Wien kam es zu dem Unglück. Weshalb es zu dem Zusammenstoss kam, ist noch völlig unklar. Fest steht allerdings, dass kurz vor dem Unglück, ein zweites Schubschiff eine Kollision gerade noch vermeiden konnte.

Quelle: http://noe.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=3&id=352316

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