Feuerwehr-Einsatztaucher- Seminar mit Roboter- Unterstützung
Villach (Kärnten): Um die Kenntnisse für die Planung und Durchführung von Tauchgängen auf Bergseen zu vertiefen, fand am Wochenende des 6. und 7. November 2004 am Falkertsee ein Bergseetauchseminar mit internationalen Format statt.
Für die insgesamt 16 Feuerwehr-Einsatztauchern der Feuerwehren: Berufsfeuerwehr Triest – Nucleo Regionale Sommozzatori di Trieste, FF Waiern und FF Villach, Taucheinsatzgruppe, wurde einiges an Können gefordert, galt es doch, sich mit den Gegebenheiten der Kärntner Berg- und Gewässervielfalt zu vertrauen.

Ziel des Seminars war die Erarbeitung und die Auffrischung von Grundregeln von Tauchgängen in hochalpinen Gelände sowie die überregionale Zusammenarbeit zwischen den beiden Tauchorganisationen zu vertiefen. Im Falle eines Taucheinsatzes bis über 2000 m Seehöhe sind komplizierte Tauchgangsberechnungen und Sicherheitsmaßnahmen einzuplanen. Zu einer dieser Sicherheitsmaßnahmen zählt das Atmen von reinem Sauerstoff während der Anfahrt bzw. Anfluges zum Einsatzort.
Ein weiteres Ziel war, den Erfahrungsaustausch der teilnehmenden Einsatztaucher bei der Bewältigung von Tauchgängen unter Extremverhältnissen zu üben. Es konnte auch – und dass erstmalig in Kärnten – ein Unterwasser-Robotor eingesetzt werden. Das Remote Operation Vehicle (ROV) namens ‚Mercurio‘ ist ein unbemanntes und mittels Kabel versorgtes ‚Mini U-Boot‘, welcher eine Einsatztauchtiefe von 160 m hat und über Kabel mit den notwendigen Strom versorgt werden kann.
Ausgestattet mit drei Videokameras und einem Kreiselkompass kann man den Seegrund auf gesunkene und vermisste Gegenstände gefahrlos absuchen. Es können Gegenstände bis 80 kg mittels Greifarm geborgen bzw. markiert werden. Für die Seminarleitung zeichnet sich die Taucheinsatzgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Villach (Hauptfeuerwache) unter der Leitung von Kommandant HBI Ing. Bernd Miklautsch verantwortlich.
