Nö: Feurige Nacht für die FF Strasshof und FF Gänserndorf
Strasshof (Nö): Am 10. Jänner 2005, um 23:34 Uhr wurde die Feuerwehr Strasshof von Florian Mistelbach zu einem Wohnhausbrand gerufen. Nachdem das Feuerwehrhaus bereits besetzt war, rückte das erste Fahrzeug im Minutenschlag aus.
Bei der Ankunft am Einsatzort stellte der Fahrzeugkommandant fest, dass ein Wohnhaus in Vollbrand steht und sich keine Personen mehr in diesem Haus befanden. Zwei Hausbewohner wurden mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung dem Feuerwehrarzt Dr. Cserko und dem verständigten Notarztwagen übergeben. Nach Angabe der Hausbewohner kann ein implodiertes Fernsehgerät als Brandursache angenommen werden.

Der Einsatzleiter HBI Stoff ordnete einen Innenangriff mit insgesamt drei Rohren an. Während dessen trafen auch die restlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Strasshof ein. Bereits im Feuerwehrhaus wurde aufgrund des starken Feuerscheins die Feuerwehr Gänserndorf nachalarmiert. Alle Löschangriffe erfolgten unter schwerem Atemschutz.
Nach ca. drei Stunden konnten die Einsatzkräfte wieder ins Feuerwehrhaus einrücken. Ein Fahrzeug verblieb jedoch noch zwei Stunden am Einsatzort und hielt Brandwache.

Eingesetzt waren:
1 Rüstlöschfahrzeug 2000
2 Tanklöschfahrzeuge 2000
1 Drehleiter 18
1 Kommandofahrzeug
1 Versorgungsfahrzeug
1 Mannschaftstransportfahrzeug,
36 Feuerwehrmitglieder,
sowie vier Fahrzeuge der Feuerwehr Gänserndorf, ein NAW und ein KTW des RK Gänserndorf, eine Funkstreife der Gendarmerie sowie unser Feuerwehrarzt Dr. Cserko mit seinem Fahrzeug.
Hilfeleistungseinsatz bei Brand in Jugendwohnheim
Kurz nachdem die Einsatzkräfte der Feuerwehr Strasshof vom Wohnhausbrand wieder einrückten, wurde die Feuerwehr Strasshof erneut zu einem Einsatz, diesmal nach Gänserndorf, gerufen.
Über unser Feuerwehr-Alarmierungssystem bermerkten wir die Alarmierung der Feuerwehr Gänserndorf, worauf sich die Feuerwehr Strasshof in erhöhte Alarmbereitschaft versetzte. Nach der unmittelbar darauf erfolgten Alarmierung, um 02:12 Uhr, setzten sich ein Kommandofahrzeug sowie drei Löschfahrzeuge in Marsch.
Beim Eintreffen am Einsatzort befanden sich Teile eines Jugendwohnheimes in Brand. Die Kräfte der Feuerwehr Gänserndorf standen bereits im Innenangriff, sodass sich die Arbeiten der Feuerwehr Strasshof auf das Stellen eines Atemschutztrupps beschränkte.

Auch durch diese Einsätze, bei denen in unmittelbarer Folge zwei Gebäudebrände zu bekämpfen waren, zeigte sich das gute Zusammenwirken der beiden Nachbarfeuerwehren.
Bericht der FF Gänserndorf:
Das neue Jahr 2005 beginnt mit überdurchschnittlich starkem Einsatzaufkommen. Kurz vor Mitternacht des 11. Jänner 2005 wurde die Feuerwehr Gänserndorf zur Unterstützung der Feuerwehr Strasshof, zu einem Wohnhausbrand gerufen. Bei Eintreffen des Löschzuges ließ die starke Rauchentwicklung bereits nichts Gutes erahnen.
Nach der Alarmierung waren die Fahrzeuge, Tanklöschfahrzeug 3000, Tanklöschfahrzeug 2000, Drehleiter DLK 23-12, Kommandofahrzeug und Mannschaftstransportfahrzeug sofort Richtung Strasshof abgerückt. Die Feuerwehr Strasshof war bereits mit 3 Rohren im Innenangriff. Zur Unterstützung der Löscharbeiten wurde von der Feuerwehr Gänserndorf der Atemschutzsammelplatz eingerichtet und ein beim Eintreffen bereits vollständig ausgerüstete Atemschutztrupp mit der bereits bewährten Wärmebidkamera des Feuerwehrabschnittes Gänserndorf in das Brandobjekt vor geschickt.
Weiters wurde ein Teil der Wasserversorgung für die Löscharbeiten sichergestellt. Um den Löschkräften eine bessere Sicht und Kühlung durch Frischluft zu verschaffen wurden Druckbelüfter eingesetzt.
Aufgrund der zahlreichen eingesetzten schweren Atemschutzträger, wurde der Atemluftkompressor-Anhänger der FF Gänserndorf zur Wiederbefüllung der leergeatmeten Pressluftflaschen vor Ort eingesetzt. Durch die bereits zahlreichen gemeinsamen Einsätze und Übungen funktionierte der gemeinsame Einsatz der Feuerwehren Strasshof und Gänserndorf wie ein Uhrwerk. Es sollte auch nicht der letzte „gemeinsame Auftritt“ der schlagkräftigen Wehren in dieser Nacht sein…
Der Brand konnte in kürzerster Zeit unter Kontrolle gebracht werden, unter zu Hilfenahme der Wärmebildkamera konnten die Löschtrupps Glutnester sehr rasch aufspüren und ablöschen. Die Feuerwehr Gänserndorf rückte gegen 01:30 Uhr wieder in das Feuerwehrhaus ein. Die FF Strasshof hielt Brandwache und führte noch Nachlöscharbeiten durch.
Nachdem alle Gerätschaften versorgt waren und die Einstzbereitschaft der Fahrzeuge hergestellt war, hatten sich die Kameraden bereits auf eine geruhsame, viel zu kurze Nacht gefreut. Diese Träume von einem weichen Bett wurden durch eine weitere Alarmierung jäh unterbrochen…
Um exakte 02:01 Uhr heulten abermals die Sirenen in Gänserndorf – Alarmdurchsage am Pager – „Wohnhausbrand in Gänserndorf“!!
Blitzartig rückten das Tanklöschfahrzeug 3000, das Tanklöschfarzeug 2000, die Drehleiter DLK 23-12 sowie Kommando- und Mannschaftstransportfahrzeug zum Einsatzort aus. Bei der Ankunft schlugen die Flammen aus bereits mit immenser Intensität aus einem Fenster.
Da noch sehr viele Feuerwehrkameraden anwesend waren, was die Anfahrtszeit um diese Uhrzeit stark verkürzte, konnte der Zimmerbrand auf den Ausbruchsraum schlimmerer Schaden verhindert werden. Aufgrund der Tatsache, dass das Zimmer bei Eintreffen der Feuerwehr in Vollbrand stand zählte jede Sekunde.
Nach dem Eintreffen wurde der Brand mittels eines HD (Hochdruck) – Rohres von Aussen durch das, vor Eintreffen der Feuerwehr bereits geborstene Fenster, sowie mit einem durch den Atemschutztrupp vorgenommenen C-Rohr unter schwerem Atemschutz von Innen bekämpft.
Schon bei der Anfahrt meldeten sich die Kameraden aus Strasshof und meldeten Ihre erhöhte Alarmbereitschaft an. Durch den erwarteten Einsatz von zahlreichen Atemschutztrupps wurde die FF Strasshof auch sofort nach der Erkundung, durch den Einsatzleiter OBI Ebner alarmiert.
Das Vordringen für den Atemschutztrupp in das Brandobjekt gestaltete sich durch teilweise vor der Tür stehenden und liegenden Kästen und Regalen sehr schwierig.
Dennoch gelang es unserem Trupp eine Katze noch lebend aus dem brennenden Haus zu retten! Die im Haus wohnhaften Personen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Auch der Druckbelüfter wurde wieder zur Beseitigung des Brandrauchs verwendet.
Nachdem gegen 03:30 Uhr „Brand Aus“ gegeben werden konnte, rückte die Feuerwehr wieder ein um erneut Fahrzeuge und Geräte zu versorgen.
Der Sachschaden ist enorm. Die Brandursache ist teil von Ermittlungen der anwesenden Gendarmeriekräfte. Die Feuerwehr Gänserndorf rückte innerhalb von 2 Monaten nun schon zum 3 mal zu dieser Einsatzadresse aus. 2 mal wurde die ans Wohnhaus angrenzde Garage Opfer der Flammen…
