Bayern: Traunstein und Wolkersdorf meistern gemeinsam Leistungsabzeichen
TRAUNSTEIN (BAYERN): Konzentriertes Arbeiten, eingespielte Abläufe und eine starke Teamleistung: Zwei Gruppen der Freiwilligen Feuerwehren Traunstein und Wolkersdorf haben die anspruchsvolle Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ erfolgreich absolviert. Vor zahlreichen Zuschauern und unter den aufmerksamen Augen der Schiedsrichter des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein bewiesen die Feuerwehrdienstleistenden ihr Können und ihre Einsatzbereitschaft für den Ernstfall.
Auf dem Übungshof am Gerätehaus in Traunstein mussten die Teilnehmer ihr Wissen und ihre praktischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Die Schiedsrichter Albert Rieder, Andreas Scheibleger und Cornelia Kübler bewerteten die Durchführung der verschiedenen Aufgaben. Im Mittelpunkt stand der angenommene Zimmerbrand, bei dem ein umfangreicher Löschaufbau fachgerecht und innerhalb der vorgegebenen Zeit zu bewältigen war. Dabei kam es nicht nur auf eine effektive Brandbekämpfung an, sondern ebenso auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und die reibungslose Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe.

Zu den Aufgaben gehörten unter anderem die Beherrschung wichtiger Knoten und Stiche sowie der Aufbau eines Löschangriffs zur Brandbekämpfung im Innenbereich unter schwerem Atemschutz. Gleichzeitig mussten die Teilnehmer die Wasserversorgung des Löschfahrzeugs sicherstellen und einen weiteren Atemschutztrupp zur Sicherung ausrüsten. Auch die Verkehrsabsicherung gehörte zum Prüfungsumfang.
Im zweiten praktischen Prüfungsteil stand der Aufbau einer Saugleitung auf dem Programm. Dazu die Gruppen jeweils vier Saugschläuche miteinander verbinden, um die Wasserentnahme aus offenen Gewässern vorzubereiten. Dieses Verfahren ermöglicht es den Feuerwehren, im Einsatzfall beispielsweise Wasser aus Seen, Bächen oder Flüssen zu fördern.
Ausbildung als Grundlage für den Einsatzerfolg
Ausbilder Daniel Straßer unterstrich die Bedeutung der Leistungsprüfung für die praktische Feuerwehrarbeit: „Bei diesem Leistungsabzeichen geht es in erster Linie darum, die wichtigsten Handgriffe und Werkzeuge für die Brandbekämpfung zu beherrschen, denn diese Routinen sin maßgeblich für den Erfolg eines Einsatzes.“ Besonders lobte er das Engagement der Teilnehmer während der Vorbereitung. „Die bei den acht Übungseinheiten absolvierten, gut 20 Übungsstunden in knapp drei Wochen unterzubringen, ist für uns alle mit Job und Familie nicht leicht. Umso mehr freut es mich, dass alle heute bestanden haben!“ Auch die Schiedsrichter zeigten sich bei der Übergabe der Abzeichen zufrieden. Sie würdigten sowohl die effiziente Arbeitsweise der beiden Gruppen als auch die Geschwindigkeit, mit der die gestellten Aufgaben bewältigt wurden.
Leistungsabzeichen in sechs Stufen
Besonders erfreulich war die große Bandbreite der erreichten Leistungsstufen. Vier Teilnehmer traten erstmals zur Prüfung an und erwarben das Leistungsabzeichen der Stufe 1 in Bronze: Danny Paris, Alexander Titze, Sabrina Moser und Ryan Berg. Die zweite Stufe in Silber erhielten Lukas Zenz, Christoph Parzinger und Christian König. Über Gold für die dritte Stufe freuten sich Anton Brandmaier, Helmut Moser, Franz Schuhböck und Christian Heigermoser. Maxi Schubert und Florian Zenz erreichten die vierte Stufe und wurden mit dem gold-blauen Abzeichen ausgezeichnet.

Andreas Strohmayer, Markus Kempf, Daniel Steiner und Daniel Straßer bestanden bereits die vorletzte Stufe und erhielten das Leistungsabzeichen in Gold-Grün. Eine besondere Auszeichnung gab es für Nikolas Meyer: Er trat bereits zum sechsten Mal zur Leistungsprüfung an und wurde mit dem Abzeichen der höchsten Stufe in Gold-Rot ausgezeichnet.
Teamarbeit für den Ernstfall
Andreas Kaiser, Feuerwehrreferent im Stadtrat, lobte die Leistung der beiden Löschgruppen, die die Leistungsprüfung beide ohne Fehlerpunkte absolvierten. Auch die beiden Kommandanten Christian Schulz (Traunstein) und Ernst Harrecker (Wolkersdorf) zogen nach der erfolgreichen Prüfung ein positives Fazit. „Die wochenlange Vorbereitung und das Training haben sich wirklich ausgezahlt. Wir haben bei der Prüfung gezeigt, dass wir als Team zusammenarbeiten können, um so im Brandfall Leben zu retten.“ Ihr besonderer Dank gilt Daniel Straßer, Nikolas Meyer und Robert Oettl, die sich die Zeit für die umfangreiche Ausbildung genommen hatten.
