Medien / Fotografen

Oö, Sbg, Wien: Sturm brachte Einsätze für die Feuerwehren

Österreich: Mit durchschnittlich 90 km/h ist der Wind in der Nacht auf Freitag, 21.1.2005 über Oberösterreich gefegt. Freitagfrüh herrschte noch Sturmwarnung in weiten Teilen Oberösterreichs.

Am Feuerkogel blies sogar ein Orkan mit 200 km/h. Die Schäden dürften sich aber in Grenzen halten.
Dutzende Feuerwehreinsätze hat es in der vergangenen Nacht wegen umgestürzter Bäume und Reklametafeln gegeben. Durchschnittlich sauste der Sturm mit 90 km/h übers Land. In Wolfsegg am Hausruck (Bezirk Vöcklabruck) wurde der Spitzenwert der vergangenen Nacht gemessen mit 122 km/h. Dort hat es regelrechte Orkanböen gegeben.

Zuletzt war das Mitte November 2004 der Fall – ein zu kurzer Abstand laut Meteorologen. Normalerweise sollte es Sturmwarnungen alle zwei Jahre geben, derzeit ist das aber häufiger der Fall. So eben auch in der vergangenen Nacht.

Am Feuerkogel in 1.600 Meter Höhe herrschten Freitagfrüh turbulente Zustände. Dort hat der Sturm mit 200 km/h Orkanstärke. Zu dem heftigen Wind hat es in den letzten Stunden auch intensive Regenfälle gegeben – am stärksten hat es im Bezirk Rohrbach mit 17 Liter pro Quadratmeter geregnet.

In Peilstein im Mühlviertel wurden einige Keller überflutet. In der Früh ging der Regen aber in fast ganz Oberösterreich in Schneefall über. Die Temperaturen sind seit Mitternacht um fünf Grad gesunken.

Der Winter nahm offenbar einen neuen Anlauf. In den Bezirken Vöcklabruck und Ried sorgte der heftige Schneefall auch für Probleme auf den Straßen.

ORF Oö

Sturm in Salzburg:
In der Nacht auf Freitag ist ein Sturm über Salzburg gefegt, hat zahlreiche Bäume umgerissen und auch andere Schäden verursacht. Feuerwehren in der Stadt Salzburg, aber auch in Flach- und Tennengau sind im Einsatz.
Der Sturm mit Spitzen bis zu 120 Stundenkilometern begann zu Mitternacht: Kurz danach läuteten im Landesfeuerwehrkommando die Telefonate: Zahlreiche Salzburger meldeten Schäden. Vor allem waren umgestürzte Bäume zu beseitigen – etwa in Anif, sagt Feuerwehrkommandant Gerhard Schnöll.
„Zwischen Schlosswirt Anif und Maximarkt liegen im Wald etwa 20 bis 30 Bäume auf der Bundesstraße“, sagt Schnöll. Die Feuerwehrleute konnten die Bäume zunächst auch nicht wegräumen, weil der Sturm zu stark war. Erst als der Wind gegen 6.30 Uhr nachlies, begannen die Aufräumarbeiten.
Auch in Lamprechtshausen, Henndorf, Oberalm, Hintersee und Wals mussten die Freiwilligen Feuerwehren ausrücken, um Sturmschäden zu beseitigen.

In der Landeshauptstadt war die Berufsfeuerwehr ebenfalls permanent unterwegs, sagt Einsatzleiter Horst Reiter. So haben sich durch den Sturm vom Dach der Elisabethkirche in der Plainstraße Ziegel gelöst.

Auch hier konnte die Feuerwehr wegen des starken Windes zunächst nichts unternehmen, betont Reiter: „Es war unmöglich, eine Drehleiter aufzustellen.“ Deshalb wurden Feuerwehrleute und Dachdecker durch eine Dachluke abgeseilt: „Kaputte Dachschindeln wurden entfernt und neue Schindeln aufgebracht.“
Durch den Sturm gab es in Teilen des Flachgaus, Tennengaus und der Stadt Salzburg auch Stromausfälle: „Es sind vor allem die höher liegenden Ortschaften und Gehöfte auf den Hügeln betroffen“, sagt Salzburg-AG-Sprecher Sigi Kämmerer. Techniker der Energieversorgers arbeiten seit der Nacht an der Reparatur – bis zum Vormittag sollen sie fertig sein.

ORF Salzburg

Sturm in Wien:
Bis zu 100 km/h erreichten in der Nacht auf den 21. Jänner 2005 Sturmböen über Wien. Die Feuerwehr musste rund 20 Mal ausrücken. Über Verletzte in Wien ist nichts bekannt. In Wien-Liesing stürzte in der Breitenfurter Straße eine Linde mit einem Meter Stammdurchmesser um und riss dabei zwei andere Bäume mit. Die Linde fiel auf ein Wohnhaus. Die Bäume wurden zersägt, auch ein Kran kam dabei zum Einsatz. Mitarbeiter der Stadt mussten noch eine abgerissene Stromleitung der öffentlichen Beleuchtung reparieren.

ORF Wien

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert