Sbg: Feuerwehr befreite im Kamin HÄNGENDEN Mann
Vigaun (Sbg): In Vigaun ist am Samstagfrüh, 29.1.2005, ein 18-Jähriger im offenen Kamin eines Restaurants steckengeblieben. Für den jungen Mann endete der Vorfall glimpflich, weil er relativ rasch entdeckt wurde.
Laut Gendarmerie ist es noch offen, ob der Vorfall Ergebnis eines erfolglosen Einbruchsversuches oder einer unüberlegten Aktion nach einer durchzechten Nacht ist.
Die Wirtin des Restaurants Kellerbauer nahe der Heiltherme Vigaun, Maria Mailänder, entdeckte den 18-Jährigen, als sie gegen sieben Uhr gemeinsam mit einem Dienstmädchen die Türe aufschloss:
„Auf einmal haben wir eigenartige Laute gehört, die sich schließlich als richtige Hilfeschreie herausgestellt haben. Da haben wir gesehen, dass bei unserem Kamin bei der offenen Feuerstelle eine Person mit dem Kopf nach unten im Kamin steckte. Der Mann hat gejammert und um Hilfe gerufen und geklagt, dass ihm alles weh tue. Als ich ihn fragte, was er im Kamin will, sagte er, er sei Schlafwandler.“
Der 18-jährige Mann aus St.Koloman dürfte zu diesem Zeitpunkt noch nicht lange mit dem Kopf nach unten festgesessen sein. Mailänder alarmierte sofort Rettung und Feuerwehr: „Die Feuerwehrleute wollten es kaum glauben, als wir ihnen sagten, dass bei uns jemand aus dem Kamin heraushängt.“
Erst mit Hilfe einer Bergeschere gelang es schließlich, den Burschen aus dem Kamin zu schneiden. Er hatte sich in einigen Verstrebungen verfangen. Mit Knie- und Beinverletzungen ging es mit dem Rettungshubschrauber ins Salzburger Unfallkrankenhaus. Dort sprachen die Ärzte davon, dass der Sturz in den Kamin weitaus dramatischer enden hätte können – etwa wenn der Bursch ganz durch den Kamin auf die schmiedeeiserne Feuerstelle gestürzt wäre. Bei der Einvernahme gab der St. Kolomaner gegenüber Gendarmen an, er könne sich an nichts mehr erinnern. So kann der Kaminsturz laut Exekutive sowohl ein Einbruchsversuch als auch eine unüberlegte Tat im alkoholisierten Zustand gewesen sein.
