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Oö: Feuerwehr sprengte Eisflächen

Windhaag bei Freistadt (Oö): Die Sprengstützpunkte der Oö. Feuerwehren waren am 10. Februar 2005 im Einsatz, um im Zuge einer Sprengweiterbildung die Eisflächen eines Teiches zu lösen!

Massive Eisstöße und daraus folgende Überflutungen hatten bereits in den 60er Jahren die Gründung des Sprengdienstes als Subaufgabenbereich der Oö. Feuerwehren zur Folge. Damit sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, bei den nach einer Kältewelle folgenden Tauwetter auftretende Eisstöße rasch entfernen zu können, um dadurch resultierende Überflutungen der Umgebung zu verhindern.

Der Umgang mit den Sprengstoffen muss natürlich auch geübt werden, um im gesetzten Fall diesen wieder richtig anwenden zu können. Aus diesem Grund fand am 10. Februar 2004 für die Sprengstützpunkte aus ganz Oberösterreich eine Sprengweiterbildung statt. Übungsobjekt war ein zugefrorener und fischloser(!) Teich in einem Steinbruch in Windhaag bei Freitsadt.

Von den über 40 teilnehmenden Feuerwehrleuten wurden zu diesem Zweck mit Motorkettensägen und Krampen 91 kleine Löcher in die Eisdecke des halben Teiches gesägt bzw. gehackt. In diese Löcher erfolgte im Anschluss die Platzierung des genutzten Sprengstoffs (insgesamt 25 kg sog. Austrogel (zuvor Gelatine-Donarit genannt). Mittels eines Holzsteckens und der entsprechenden Lunte wurden die Sprengstoffeinheiten durch die Öffnungen in einer Tiefe von ca. 1 Meter positioniert.

Für die Sprengung selbst wurden 19 Zündstufen (Stufe 0 – 18) mit einer Verzögerung von jeweils 40 Millisekunden pro Stufe vorgesehen. Diese kurze Verzögerungszeit hat in der Praxis jedoch eine enorme Auswirkung: Die Erschütterungen sowie die Wucht der Explosion wird auf diese Weise deutlich geringer und auch der Erschütterungsgrad der Detonation fällt weitaus geringer aus, als würde die Detonation ohne Verzögerung durchgeführt werden.

Nach den umfangreichen Vorbereitungen erfolgte die Zündung und mit wie vorgesehenen wurde die Eisdecke aufgerissen und in kleine Stücke verwandelt. Die Einsatzkräfte des Feuerwehr-Sprengdienstes sind somit für künftige Eisstöße gut vorbereitet.

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