Ktn: Feuerwehren streiten um Spezialfahrzeug
Kärnten: Am Sonntag wurde im Oswaldiberg-Tunnel auf der A10 der Ernstfall geübt. Übungsannahme: Feuer im Tunnel. Dabei kam auch ein Spezialfahrzeug zum Einsatz, das von der ASFINAG finanziert worden war und um das ein heftiger Streit entstanden ist.
Das Spezialfahrzeug zur Bekämpfung von Tunnelbränden hätte bei der Feuerwehr Treffen – der so genannten Portalfeuerwehr – stationiert werden sollen.
Die Unstimmigkeiten waren dadurch entstanden, das die Männer der Feuerwehr gesagt hatten, es wäre „gefährlich und sinnlos“, mit so einem Fahrzeug in den Tunnel einzufahren, wenn man es vorher nicht geübt hätte. Das hat der Treffner Ortsfeuerwehr-Kommandant auch schriftlich deponiert.
Bereits Ende Jänner hatten sich das Land Kärnten und die ASFINAG Auf Anfrage des ORF gegenseitig den schwarzen Peter zugeschoben, wer schuld daran sei, dass es zu keiner Übung gekommen war. Einzige Konsequenz bisher: Der Wagen wurde den Treffnern auf Anweisung des Landesfeuerwehr-Kommandos weggenommen und in Villach stationiert.
Tragbare Lösung scheint in Sicht zu sein
Daraufhin hatte Karl Wuggenig, der Bürgermeister von Treffen, das Anliegen seiner Feuerwehr in der Vorwoche erneut beim Landesfeuerwehr-Kommando deponiert. Der Landeskommandant habe ihm darauf gesagt: „Selbstverständlich, Bürgermeister, da hast du Recht, wir sind ja keine Lausbuben, das machen wir nicht mit“.
In der kommenden Wochen gebe es noch weitere Besprechungen mit Landesfeuerwehr-Kommandanten Josef Meschik, so Wuggenig. Meschik seinerseits versprach, es werde eine Lösung geben, die für alle Beteiligten tragbar sein wird:
„Es stehen Umstrukturierungen in Bezug auf die Tunneleinsätze bevor. Diese Reform bezieht sich auf die Neufestlegung von Standorten der Einsatzfahrzeuge. Treffen ist nach wie vor – so wie andere Feuerwehren auch – in den Alarmstufen Zwei und Drei in das Einatzgeschehen auf Autobahnen mit eingebunden und wird auch auf diese Aufgabenstellung hin entsprechend technisch nachjustiert werden müssen.“
Der Möglichkeit, dass das Spezialfahrzeug in Villach stehen bleiben könnte, die Treffner aber damit üben würden, erteilte der Bürgermeister in einem ORF-Interview eine ganz entschiedene Absage.
Am Sonntag wurde jetzt der Ernstfall im Oswaldiberg-Tunnel geübt. Insgesamt 65 Männer der Hauptwache Villach und der Freiwilligen Feuerwehren Töplitsch und St. Jakob haben teilgenommen. Aus Klagenfurt und Rennweg waren Beobachter gekommen, die Portalfeuerwehr Treffen war bei der Übung nicht dabei.
