Technisch

Stmk: Schmelzwasser-Überflutungseinsätze halten bereits 3 Tage an

Bezirk Knittelfeld (Stmk): Das Schmelzwasser hält die Feuerwehren des Bezirkes Knittelfeld jetzt schon den dritten Tag auf Touren und beschert so manchen Feuerwehrmännern schlaflose Nächte.

Am 18. März 2005 wurden aufgrund des noch immer ansteigenden Schmelzwassers und der daraus folgenden Einsätzen 18 Feuerwehren des Bezirkes Knittelfeld und die Feuerwehr der Stadt Zeltweg (Bezirk Judenburg) alarmiert.

Wie schon in den vergangenen zwei Tagen mussten die Feuerwehren des Bezirkes Knittelfeld zu dutzenden Hochwassereinsätzen ausrücken, um Unterführungen, Parkplätze, Keller-, Wohn- und Wirtschaftsgebäude von den enormen Schmelzwassermassen mittels Tauchpumpen und Tragkraftspritzen zu befreien.

Am 18. März kam es in St. Margarethen bei Knittelfeld zu einer Überflutung einer Eisenbahnunterführung bei Obermur. Die 3,60 Meter Hohe Eisenbahnunterführung wurde durch das Schmelzwasser bis zu 3,20 Meter hoch überflutet. Die Feuerwehren St. Margarethen, Preg, St. Lorenzen, Rachau, Glein, Betriebsfeuerwehr Ö.B.B., Apfelberg, Knittelfeld, Großlobming, Kleinlobming und Zeltweg, versuchten, mit 12 Tragkraftspritzen das noch immer zufließende Wasser in Richtung Mur abzupumpen, wobei 2.400 Meter an Schläuchen verlegt werden mussten.

„Um eine Verunreinigung der Brunnen durch das Schmelzwassers zu verhindern, wurden pro Stunde ca. 200.000 Liter an Schmelzwasser in Richtung Mur gepumpt“, so der Einsatzleiter der Feuerwehr St. Margarethen bei Knittelfeld, Oberbrandinspektor Harald Pöchtrager.

Zeitgleich wurde der gesamte Ortsteil Lagunenweg vom den Wassermassen überschwemmt. Auch hier versuchten die dutzenden Feuerwehrmännern mit Tauchpumpen und Tragkraftspritzen einen größeren Schaden für die Anwohner zu verhindern. Die Feuerwehren Spielberg, Bischoffeld, Feistritz, St. Marein, Flatschach, Sachendorf, Kobenz, Seckau wurden ebenfalls zu zahlreichen Einsätzen alarmiert, um die Anwesen vom Wasser zu befreien.

Insgesamt standen die 19 Feuerwehren wieder einmal über 12 Stunden lang freiwillig im Einsatz, um Sachgüter der Bevölkerung vom Bezirk Knittelfeld unentgeltlich zu retten.

BFV Knittelfeld

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