Nö: Black-Hawk-Premiere bei Großbrand-Übung in der Wachau
Niederösterreich: Bei einer Großbrand-Übung in der Wachau ist am Freitag, dem 22.4.2005, erstmals der Black-Hawk-Hubschrauber des Bundesheeres zum Einsatz gekommen. Übungsannahme war ein Waldbrand mit mehreren eingeschlossenen Menschen.
In einem Waldgebiet oberhalb von Dürnstein und Weissenkirchen stand ein Wald in Flammen, und mehrere Personen waren in einer Hütte von der Außenwelt abgeschnitten. Somit war nur eine Bergung aus der Luft möglich, der neue Black-Hawk wurde gerufen. Soweit die Übungsannahme. Im Minutentakt wurden dann die Opfer aus dem Brandgebiet ausgeflogen und zum Sportplatz in Weißenkirchen gebracht. Parallel dazu wurde gelöscht. Insgesamt waren vier Hubschrauber im Einsatz: ein Black-Hawk, zwei Agusta Bell 212 vom Bundesheer und ein Eurocopter vom Innenministerium. 20.400 Liter Wasser wurden zu den Waldbrandstellen geflogen. Es war auch ein Pilatus PC-6-Turbo Porter Flugzeug im Einsatz.

Der neue Hubschrauber des Bundesheeres kam erstmals in Kooperation mit dem Flugdienst der Feuerwehr zum Einsatz. Insgesamt waren 80 Einsatzkräfte bei der Übung beteiligt. Und die moderne Maschine soll, so Landesfeuerwehrkommandant Wilfried Weißgärber, den Kampf gegen großflächige Waldbrände doch wesentlich erleichtern. Resultierend aus den Erfahrungen des Hochwassers 2002 wurde bei dieser Übung auch die Rettung von Menschen aus Katastrophengebieten geprobt.
Denn Experten sagen voraus, so der für Katastrophenschutz zuständige Landesrat Josef Plank (ÖVP), dass künftig extrem Niederschläge und lange Dürreperioden häufiger auftreten werden.
