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P: Waldbrände in Portugal: Zwei Feuerwehrleute gestorben

Portugal: Im Kampf gegen Waldbrände sind in Portugal innerhalb von 24 Stunden zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen.

Ein 33-jähriger Feuerwehrmann wurde gestern in einer Bergregion nahe der nordportugiesischen Stadt Vila Real von den Flammen eingeschlossen und kam darin um, wie die Behörden mitteilten. Am Abend zuvor starb ein 23-jähriger Feuerwehrmann, als sich sein Löschfahrzeug auf dem Weg zu einem Brand nahe des Dorfs Ferreiros im Zentrum des Landes überschlug. Drei seiner Kollegen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer.

Seit Jahresbeginn starben damit insgesamt acht Feuerwehrleute bei der Brandkatastrophe in Portugal, das derzeit unter einer Hitzewelle und extremer Dürre leidet.

Höchste Brandalarmstufe
Wegen anhaltend hoher Temperaturen von mehr als 30 Grad verhängten die Behörden ab Sonntag in neun der 18 Verwaltungsgebiete des Landes die höchste Brandalarmstufe. Hunderte Feuerwehrleute kämpften am Wochenende im Zentrum und im Norden des Landes gegen mehrere Waldbrände. Laut Schätzungen der Regierung fielen dieses Jahr bislang 118.000 Hektar Wald den Flammen zum Opfer – beinahe so viel wie im Gesamtjahr 2004, als 130.000 Hektar Wald abbrannten.
Portugal leidet derzeit unter der schwersten Dürre seit 1945.

Quelle: orf.at

Bericht der Oö. Rundschau:
Beim Kampf gegen Waldbrände sind in Portugal zwei Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Ein Feuerwehrmann war nach Presseberichten vom Sonntag – 14. August 2005 – bei Vila Real im Norden des Landes bei Löscharbeiten von einer plötzlichen Änderung der Windrichtung überrascht worden. Der 32-Jährige lief davon, wurde aber von den Flammen eingeholt.

Zuvor war bei Oliveira de Azemeis in Mittelportugal ein Feuerwehrmann auf der Fahrt zu einem Einsatzort getötet worden. Ein Löschfahrzeug, das zu einem Waldbrand gerufen worden war, war infolge einer Unaufmerksamkeit des Fahrers verunglückt. Ein Angehöriger der Berufsfeuerwehr kam ums Leben, drei freiwillige Feuerwehrleute wurden nach Angaben der Behörden verletzt.

Bis zu sieben Brände auf einmal
In Portugal war am Wochenende nach einem erneuten Anstieg der Temperaturen eine Serie von Waldbränden ausgebrochen. Die Löschmannschaften bekämpften zeitweise sieben größere Feuersbrünste im Norden und im Zentrum des Landes. Bei der Kleinstadt Penafiel östlich der Hafenstadt Porto drohten die Flammen auf Siedlungen überzugreifen. Eine Nationalstraße musste gesperrt werden.
Innenminister Antonio Costa räumte ein, dass in diesem Jahr in Portugal möglicherweise 118.000 Hektar Wald den Flammen zum Opfer fielen. Das ist fast so viel wie im gesamten Jahr 2004. Bisher war man von etwa 68.000 Hektar ausgegangen. Bei den großen Brandkatastrophen vor zwei Jahren waren 425.000 Hektar Wald- und Buschland niedergebrannt.

Auch in Spanien brachen nach neue Waldbrände aus. In der Region Galicien im Nordwesten des Landes wurden zwei Brände gemeldet.

Oö. Rundschau

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