W: Katastrophenübung mit kleineren Problemen
Auf der gesperrten U-Bahnlinie U2 haben am Mittwoch Feuerwehr, Rettung und Polizei den Katastrophenfall geübt.
Die Bilanz fiel positiv aus, die Rettung kritisierte aber Kommunikationsprobleme.
Nebelmaschine erzeugte Rauch
Übungsannahme war ein technischer Defekt an einer neuen U-Bahngarnitur, der zu einem Brand in der Station Volkstheater führt. Drei Löschbereitschaften der Wiener Feuerwehr rückten unter echten Alarmbedingungen zum Unfallort aus. 150 Helfer waren im Einsatz.
Die Fahrgäste mussten aus dem mittels Nebelmaschinen künstlich verrauchten Tunnel geborgen werden.
Die erste Bilanz der Übung fiel großteils positiv aus. Von Feuerwehr und Wiener Linien gab es keine Kritikpunkte. Franz Mikulcik, leitender Notarzt der Rettung, vermeldete Kommunikationsprobleme.
Verbesserung durch digitalen Funk
Man habe erst nach 20 Minuten erfahren, dass die Hauptlast der zu versorgenden Patienten beim Ausgang Bellariastraße konzentriert würden, kritisierte die Rettung. Er hoffe, dass es solche Probleme mit dem demnächst zur Verfügung stehenden digitalen Blaulichtfunk nicht mehr geben werde.
Einsatztaktik ausprobiert
Auf den U-Bahn-Betrieb hatte die Übung keinen Einfluss, denn die Linie U2 ist derzeit wegen Umbauarbeiten ohnehin gesperrt.
Erstmals konnte dabei unter realistischen Bedingungen der Umgang den Brandschutzeinrichtungen in den neuen „V-Wagen“, dem Nachfolger der bisherigen „Silberpfeile“, simuliert werden.
Die neuen Garnituren verfügen über Rauchmelder am Dach, Temperaturfühler am Untergestell und Rohrleitungen mit Spritzdüsen zur besseren Brandbekämpfung.
Rettung baute Ambulanzzelt
Die Wiener Rettung nahm ebenfalls an der Übung teil. Sie war mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Zudem wurde ein Ambulanzzelt aufgebaut, das als mobile wetterfeste Intensivstation dienen sollte.
