Sbg: Großbrände in Sägewerk und Bauernhof
Salzburg: Feuerwehren mussten in der Nacht auf Donnerstag, dem 22. September 2005, gleich zu zwei Großbränden ausrücken: In Köstendorf (Flachgau) brannte die Halle eines Sägewerkes nieder, in Maishofen (Pinzgau) fing der Stall eines Bauernhofes im Ortszentrum Feuer.
Erst nach mehr als sechs Stunden Einsatz konnten die Feuerwehrmänner in Maishofen „Brand aus“ geben. Der Stall des Ponger-Bauern war gegen 23.00 Uhr im Ortszentrum in Brand geraten. Die Flammen schlugen so hoch, dass sie vom Feuerwehrhaus aus zu sehen waren. „Als bei uns der Alarm eingegangen ist, hat das Gebäude bereits voll gebrannt“, sagt Einsatzleiter Michael Aspöck, „Es waren zwei eng bebaute Häuser am Brandlberg.“
Die Nachbarn „haben schon so einen Brandgeruch wahrgenommen“, ergänzt Aspöck, „Da ist das Bauernhaus und daneben sind Wohnhäuser. Die haben wir schützen können – da ist nix passiert.“ Drei Kühe konnten allerdings nicht mehr aus dem Stall gerettet. Sie verendeten in den Flammen.
Nach dem „Brand aus“ in den frühen Morgenstunden werden jetzt noch Glutnester beobachtet: „Der Stall ist aber komplett zerstört“, betont der Feuerwehr-Einsatzleiter, „Wir arbeiten jetzt mit einem Bagger, damit wir das Heu herausbringen, damit man zum Glutstock vordringen kann.“
Wo und warum das Feuer ausgebrochen ist, kann Aspöck nicht sagen. Am Vormittag nehmen die Brandermittler ihre Arbeit in Maishofen auf.
In Köstendorf brannte eine Halle des Sägewerkes Lauterbacher vollständig nieder. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass sich die Flammen auf andere Hallen ausbreiteten.
Jetzt muss die ausgebrannte Halle vollständig geräumt werden, sagt Johannes Neuhold von der Feuerwehr Köstendorf: „Die ganze Halle ist voll mit Holz und Brettern – da ist überall der Brand dazwischen. Wir müssen das räumen, sonst kann man das gar nicht endgültig löschen.“
Über die Brandursache in Köstendorf gebe es zurzeit nur Vermutungen: „Das kann im Bereich der Sägespäne liegen wie auch technischer Defekte – das kann ich nicht sagen“, betont Neuhold.
Das Sägewerk könne am Donnerstag sicher nicht produzieren, sagt der Feuerwehrmann: „Durch die massiven Löschmaßnahmen ist Wasser in die Hallen gekommen. Das muss jetzt alles gereinigt werden.“
