Technisch

Nö: Drei Tote nach Geisterfahrerunfall auf der Südautobahn (A2)

Wöllersdorf (Nö): Kurz nach Mitternacht ist es am Montag, dem 10. Oktober 2005, auf der Südautobahn (A2) zwischen Wöllersdorf und Leobersdorf in Fahrtrichtung Graz zu einem verheerenden Geisterfahrerunfall gekommen. Drei Menschen wurden dabei getötet.

Im Umkreis von mehr als 100 Metern waren an der Unfallstelle Autoteile verstreut. Beiden Autos wurden durch die Wucht des Zusammenstoßes die Frontpartie zur Gänze weggerissen. Die Fahrzeuginsassen hatten keine Chance – sie waren auf der Stelle tot. Ein Feuerwehrmann sagt, er werde diese Bilder wahrscheinlich sein Leben lang nicht mehr vergessen können.

Die Polizei vermutet, dass ein 40-jähriger Mann aus dem Bezirk Wr. Neustadt in Bad Fischau bei einer Raststation falsch auf die Autobahn aufgefahren ist. In der Folge war der Mann dann mehr als zehn Kilometer als Geisterfahrer auf der A2 unterwegs, bis ihm ein Auto mit zwei ukrainischen Staatsbürgern im Alter von 28 und 44 Jahren entgegengekommen ist. Die beiden Fahrzeuge prallten frontal zusammen. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurden die Pkws fast 100 Meter weit auseinandergeschleudert.

Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft beide Unfallwracks beschlagnahmt. Die Autobahn war für mehr als vier Stunden gesperrt. Laut Polizei wird nicht davon ausgegangen, dass der 40-jähriger Niederösterreicher Selbstmord begehen wollte.

Im Einsatz standen die Feuerwehren, FF Leobersdorf (Einsatzleitung) u. FF Kottingbrunn.

ORF Niederösterreich

Kurzbericht der Feuerwehr Leobersdorf:
Am 10. Oktober 2005 verursachte gegen 00.00 Uhr ein Geisterfahrer auf der A2 Südautobahn bei KM 33 Fahrtrichtung Graz einen Frontalzusammenstoß mit einem Pkw (ital. Kennzeichen). Bei dem Zusammenstoß wurden der Geisterfahrer, sowie die beiden Insassen des ital. Fahrzeuges tödlich verletzt. Aufgrund der Verformung der Pkw-Wracks war die Bergung der verunglückten Personen nur mit hydraulischem Rettungssatz möglich.

Durch die Wucht des Zusammenpralls beider PKW wurden Fahrzeugteile bis zu 150m über alle Fahrspuren verteilt.

Einsatzdauer: 00:03 – 04:00

Einsatzkräfte:
Feuerwehr Leobersdorf mit 19 Mann und 4 Fahrzeugen
Feuerwehr Kottingbrunn mit 15 Mann und 3 Fahrzeugen
Rotes Kreuz mit ca. 12 Mann und 2 NRW, 2 RTW
sowie mehrere Beamte der Autobahnpolizei und des kriminaltechnischen Dienstes

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