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Feuergefahr durch Elektrik im Haushalt

Oberösterreich: Mit Beginn der Heizperiode steigt auch wieder die Gefahr durch Brände. Denn Feuer durch elektrische Energie sind nach wie vor mit Abstand die häufigste Brandursache in Oberösterreich.

Es sind oft kleine, versteckte Ursachen, die Elektrogeräte und Leitungen Feuer fangen lassen: Verschmutzungen, Spinnweben, schlechte Kontakte und zu wenig Abstand. So reicht die Temperatur eine Halgonlampe aus, um Textilien, Polster oder Vorhänge in Brand zu stecken, fällt die Lamp etwa auf ein Sofa, warnt die Brandverhütungsstelle.


Feuer durch ein defektes Kabel (links)
Rechts: Schützender FI Schalter beim Defekt eines Heizgerätes

Große Gefahr: Schlechte Kontakte
Schlechte Kontakte in Steckdosen oder Verteilern können jahrelang unbemerkt bleiben. Kommt es allerdings im Laufe der Jahr an den Klemmstellen zu einem Lichtbogen, bricht unweigerlich Feuer aus.

Viele FI Schalter veraltet
Defekte an elektrischen Leitungen und Geräten sind an und für sich abgesichert – durch den Schutzschalter oder auch FI Schalter genannt. Doch viele dieser Schalter seien veraltet, schon mehr als 20 oder 30 Jahre im Einsatz, warnt die Wirtschaftskammer.


Auswirkungen einer abgedeckten Lampe…

10 Prozent nicht funktionstüchtig
Rund 10 Prozent seien überhaupt defekt, schätzt Elektro-Lanesinnungsmeister Rudolf Reisl. Darum sollten die Schutzschalter regelmäig überprüft und im Fall des Falles ausgetauscht werden – etwa alle fünf bis zehn Jahre durch den Fachmann, gerade jetzt zu Beginn der Heizperiode vom Besitzer selbst. Dabei genügt es, den Auslöseknopf neben dem FI Schalter zudrücken. Fällt der Schutzschalter, ist er in Ordnung.
Als guten Zeipunkt für diesen Selbsttest empfehlen Brandverhütungsstelle und Wirtschaftskammer den 30. Oktober. An diesem Tag erfolgt die Umstellung auf die Winterzeit, viele Geräte müssen umprogrammiert werden – gleichzeitig solte auch der FI Schalter überprüft werden.


Innerhalb kurzer Zeit steht das Zimmer in Flammen. Hier hilft nur noch die Feuerwehr…

Todesopfer durch FI Schalter
Immer wieder kommt es durch defekte Schutzschalter zu Todesopfern in Oberösterreich. Jüngste Beispiele: eine Frau mäht bei Gartenarbeiten ein Verlängerungskabel ab und bekommt einen tödlichen Stromschlag. Oder ein Heimwerker benutzt ein schadhaftes elektrisches Werkzeug und verunglückt tödlich. Beide Fälle in Oberösterreich passiert. In beiden Fällen war der FI Schalter defekt.

ORF Oberösterreich
Oö. Brandverhütungsstelle

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